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Trotz Sparzwang: Alle Saarbrücker Bäder bleiben geöffnet

 Gute Nachricht für alle Wasserratten: In Saarbrücken wird kein Schwimmbad geschlossen.

Gute Nachricht für alle Wasserratten: In Saarbrücken wird kein Schwimmbad geschlossen.

Die Bäder sind vorläufig gesichert. Der Stadtrat hat gestern dem Konzept der Verwaltung bei Enthaltung der Freien Wähler zugestimmt. Damit will die Verwaltung 830 000 Euro sparen, ohne dass ein Bad geschlossen werden muss (wir berichteten).

Vor der Sommerpause war sie mit ihrem Antrag gescheitert, unter anderem das Freibad Dudweiler zu schließen, wenn sich kein Verein oder Investor finde, der das Bad übernimmt. „Warum nicht gleich so?“, fragte CDU-Fraktionschef Peter Strobel während der Sitzung. Durch die Schließungspläne habe die Verwaltung viel Vertrauen bei den Schwimmvereinen verspielt. Die jetzt gefundene Lösung bezeichnete er als „Buchhaltertrick“. Kernpunkt des Konzepts: Alle Bäder gehen in das Eigentum der Stadt zurück und werden allein von der Bäderbetriebsgesellschaft Saarbrücken (BBS) bewirtschaftet.

Der Gebäudemanagement- Eigenbetrieb der Stadt, der bisher für das Totobad, das Alsbachbad und das Freibad Dudweiler zuständig war, ist raus. Durch die Konzentration bei der BBS will die Stadt 330 000 Euro bei der Bäderverwaltung sparen. Abschreibungen gehen zwar in die Bilanz ein, Zinszahlungen würden aber nicht mehr fällig, erklärte Bürgermeister Ralf Latz der SZ vor der Sitzung. Dadurch spare die Verwaltung weitere 450 000 Euro. Allerdings sinke durch diese „Bilanzkosmetik“ das Eigenkapital der Stadt, kritisierte Bernd Richter (Freie Wähler). Die Bäder seien dadurch aber keineswegs langfristig gesichert.

Thomas Escher (FDP) dankte den Mitgliedern der rot-rotgrünen Koalition, die vor der Sommerpause gegen die Schließungspläne der Verwaltung gestimmt hatten. „Die jetzt vorgelegte Lösung hätten wir früher haben können. Bis heute haben die Dezernenten versagt“, sagte Escher. Besonders lobte er die Mitarbeiter der Verwaltung, die nun eine Lösung gefunden hätten, die 830 000 Euro zu sparen. Auf Antrag der FDP beschloss der Stadtrat, dass Sportdezernent Harald Schindel (Linke) regelmäßig berichten soll, ob dieses Geld auch tatsächlich gespart wird. SPD und Grüne forderten, nun die Schwimmbäder in der Stadt attraktiver zu machen und langfristig zu sichern.

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