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Trotz massiver Proteste: Telekom-Center macht dicht

Doch die Angestellten stehen nicht ganz auf der Straße: Sie sollen teilweise bis 2009, teils bis Ende 2011 nach Trier, Ludwigshafen oder in das Call-Center der Telekom-Tochter Vivento in Saarbrücken wechseln. Das Problem bei letzterem: Laut der Gewerkschaft ver.di kann, wer zu Vivento wechselt, nicht mit den gleichen tariflichen Bedingungen rechnen wie im Mutterhaus.

Ursprünglich wollte die Telekom im Rahmen ihres neuen Standort-Konzeptes bundesweit 39 Call-Center schließen. Nach Protesten aus der Belegschaft, der Gewerkschaft, aus den Bundesländern, vielen Kommunen sowie nach der Einschaltung einer Einigungsstelle entschloss sich die Telekom schließlich dazu, nur 30 Standorte zu schließen. Seit Freitag ist klar: Darunter fällt auch Saarbrücken. Durch die Schließungen will die Telekom jährlich 57 Millionen Euro sparen. 70 Millionen Euro werden in die Modernisierung der verbleibenden Standorte investiert.

Der saarländische Wirtschaftsminister Joachim Rippel (58, CDU, Foto) kritisierte das Telekom-Management scharf für die Schließlung des Saarbrücker Standortes. Die Landesregierung und die im Landtag vertretenen Parteien hätten sich mehrfach für den Fortbestand des Saarbrücker Standortes eingesetzt, auch gegenüber dem Vorstand.

Die FDP-Landtagsfraktion kritisierte, die Telekom habe dem Standort Saarland von Anfang an keine Chance eingeräumt. Die Linke betonte, nach der von CDU und SPD mitgetragenen Privatisierung des ehemaligen Bundes-Unternehmens spielten soziale Aspekte keine Rolle mehr.

Ver.di-Landesleiter Kurt Hau versuchte, der Entscheidung positiv gegenüber zu treten: Der erkämpfte Sozialplan für den Wechsel an andere Standorte sei besser ausgefallen als in anderen Branchen. Mitarbeiter bekommen beim Wechsel nach Trier oder Ludwigshafen gleiches Gehalt, Zuschüsse für Fahrstecke und Fahrzeit und bei Bedarf Umzugsgeld. szn/ni

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