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Trübe Konjunktur an der Saar

Saarbrücken. Das Geschäftsklima der Saarwirtschaft hat sich im März weiter eingetrübt. Das ergab eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (IHK) unter 180 saarländischen Unternehmen mit rund 110000 Beschäftigten. Gegenüber dem Vormonat sei der so genannte Lageindikator um weitere acht Punkte gesunken und habe mit minus 17 Zählern einen neuen Tiefstand erreicht, hieß es. Als Hauptgrund für die anhaltende konjunkturelle Schwäche wurden erneute Umsatz- und Auftragseinbußen in der Industrie genannt – vor allem im Auslandsgeschäft.

Die Lage in den binnenorientierten Branchen sei dagegen noch stabil: Laut IHK fallen darunter die IT-Branche, Versicherungen, der Handel und unternehmensorientierte Dienstleister. Der Erwartungsindikator, der die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate widerspiegelt, signalisiert außerdem, dass die Lage bis zum Sommer weiter angespannt bleibe. Nach einem Anstieg im Januar und Februar sei er im März wieder gesunken und liege mit minus 18 Punkten zurzeit deutlich im negativen Bereich. „Die Stabilisierung der Konjunktur lässt weiter auf sich warten“, kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch die Märzumfrage. Hoffnung mache aber, dass sich die Abwärtsdynamik abschwächt, weil stabilisierende Faktoren wie die gesunkenen Energiepreise, die niedrigeren Zinsen und die Konjunkturprogramme der öffentlichen Hand zu greifen beginnen.

Positiv sei auch, dass der Arbeitsmarkt nach wie vor relativ stabil ist, weil die Unternehmen alle Möglichkeiten ausschöpfen, ihre Stammbelegschaften zu halten versuchen. Die IHK sieht „alles in allem gute Chancen, dass die Konjunktur in den Sommermonaten einen Boden finden wird“. Giersch: „Dazu dürfte auch beitragen, dass die US-Regierung jetzt einen neuen überzeugenden Anlauf macht, die Finanzmärkte zu stabilisieren.“ Rund 18 Prozent der befragten Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage mit gut, 47 Prozent mit befriedigend und 35 Prozent mit schlecht.

Vor allem in der Industrie habe sich die Lage nochmals deutlich verschlechtert. Hier sei der Lageindikator von minus 40 auf minus 48 Punkte gefallen. Besonders betroffen seien die Stahlindustrie, der Fahrzeugbau, der Maschinenbau, Gießereien sowie die Gummi- und Kunststoffindustrie. Sie leiden besonders stark unter der schwachen Weltkonjunktur, würden aber auch die Chance nutzen, ihre Position auf den Weltmärkten zu verbessern und Marktanteile hinzuzugewinnen. Dabei helfe die deutliche Abwertung des Euros gegenüber dem japanischen Yen, die die preisliche Wettbewerbsfähigkeit gegenüber japanischen Konkurrenten deutlich verbessert hat. Giersch: „Die Saarindustrie ist wettbewerbsfähig und innovationsstark. Wir sind zuversichtlich, dass sie vorne mit dabei sein wird, wenn die Weltkonjunktur wieder anzieht.“ 
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