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U19: FCS spielt 3:3 im Relegations-Hinspiel

Saarbrücken. Wie ein geprügelter Hund schlich Tim Christiansen am Samstag aus dem FC-Sportfeld. Der Torwart der U19 des 1. FC Saarbrücken hatte einen rabenschwarzen Tag hinter sich. Beim 3:3 (1:2) im Relegations-Hinspiel zur A-Jugend-Bundesliga sah Christiansen bei allen Gegentoren nicht wirklich überzeugend aus. „Tim hat die ganze Saison überragend gehalten, darum gibt es von uns keinen Vorwurf“, versuchte Innenverteidiger Robin Purdy, seinen Schlussmann zu trösten. Trainer Bernd Rohrbacher sah es pragmatisch: „Tim muss das jetzt wegstecken.“

Das Drama um Christiansen begann nach 19 Minuten. Innenverteidiger Florian Ballas spielte einen völlig unnötigen Rückpass zu seinem Torwart, dessen verkorkster Befreiungsschlag landete beim Offenbacher Andre Fliess. Emre Kadimli drückte den anschließenden Querpass aus einem Meter über die Linie zum 1:1. „Bei diesen Platzverhältnissen darfst du da nicht zurückspielen“, ärgerte sich Rohrbacher, der – wie die gut 1700 Zuschauer – bis dahin einen dominierenden FCS gesehen hatte.

Denn nach drei Minuten hatte Abdul Kizmaz den Mannschaftskapitän Johannes Wurtz in Szene gesetzt. Der Torjäger ließ sich nicht lange bitten und brachte sein Team mit einem trockenen Schuss in Führung. Dann fiel das 1:1, und in der 34. Minute folgte der zweite Nackenschlag für den FCS. Kadimli hielt bei einem Freistoß aus fast 40 Metern einfach drauf, Christiansen verschätzte sich, und schon hatten die bis dahin nur durch robuste Zweikampfführung aufgefallenen Hessen das Spiel gedreht. „Das ist auch der Unterschied zwischen Regionalliga und Bundesliga. Die sind einfach nickliger, aggressiver“, sagte Trainer Rohrbacher, „bei uns ist da viel Pitschipatschi.“

Offenbach blieb auch nach dem Seitenwechsel zunächst am Drücker. Erst ein Lattenschuss von Artur Schneider (63.) weckte den FCS aus seiner Lethargie. Eine Schneider-Ecke leitete dann den Ausgleich ein. Wurtz nahm den Ball am zweiten Pfosten kurz an und unterstrich mit dem 2:2 (70.), warum er einen Profivertrag beim FCS bekommen hat. Fünf Minuten später war der Kapitän auch an der erneuten Führung beteiligt. Nach Doppelpass mit Wurtz traf Schneider zum mittlerweile verdienten 3:2. „Wir haben in der zweiten Halbzeit richtig Druck gemacht, nachdem wir den Gegner unnötigerweise haben ins Spiel kommen lassen“, sagte Schneider, „jetzt sind wir zwar sehr enttäuscht, aber wir müssen den Mund abputzen und weitermachen.“

Die Enttäuschung breitete sich in der Nachspielzeit aus. Kevin Hillmann konnte von links unbedrängt flanken, in der Mitte schauten sich die FCS-Spieler Ballas und Christiansen nur an, und der eingewechselte Offenbacher Ruslan Kurylenko besorgte per Kopf den 3:3-Endstand. „Wir waren an allen sechs Toren entscheidend beteiligt“, ärgerte sich Trainer Rohrbacher über ein „verlorenes Unentschieden“. Die spielerische Klasse spricht allerdings für den FCS und schürt doch Hoffnung für das Rückspiel am kommenden Samstag um 15.30 Uhr in Offenbach. „Wir werden dort gewinnen und aufsteigen“, sagte Robin Purdy trotzig: „Ganz sicher.“

Auf einen Blick
Bundesliga-Relegation der U19:
1. FC Saarbrücken - Kickers Offenbach 3:3 (1:2).
1. FC Saarbrücken: Tim Christiansen - Peter Luck, Robin Purdy, Florian Ballas, Fabian Scheffer - Frederic Ehrmann (46. Jan Issa), Artur Schneider, Philipp Hoffmann, Jaron Schäfer - Abdul Kizmaz (77. Cedric Omoregie), Johannes Wurtz. - Offenbacher Kickers: Mitkja Hofacker - Marius Loebig, Nico Hohmann, Stefano Meier, Daniel Dziwniel - Darius Riemüller (60. Marcel Mosch), Dennis Wilhelm, Sascha Korb, Kevin Hillmann - Andre Fliess (76. Ruslan Kurylenko) - Emre Kadimli (88. Marco Schäfer). - Tore: 1:0 Wurtz (3.), 1:1 Kadimli (19.), 1:2 Kadimli (34.), 2:2 Wurtz (70.), 3:2 Schneider (75.), 3:3 Kurylenko (90.). - Schiedsrichter: Michael Riesener (Aachen). - Zuschauer: 1700. cor
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