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U20 wird in Saarbrücken fit gemacht für WM in Ägypten

Die deutsche U20-Nationalmannschaft bereitet sich in Saarbrücken auf die Weltmeisterschaft in Ägypten vom 25. September bis 16.Oktober vor. Aufgrund der Terminierung fehlen aber viele Top-Spieler.

Von SZ-Mitarbeiter Henning Jochum

Saarbrücken. „In Bestbesetzung wäre alles andere als der Finaleinzug eine Enttäuschung. Nun müssen wir sehen, wie weit wir kommen“, sagt Horst Hrubesch: „Trotzdem sind hier alles gute Spieler, keine Frage.“ Der 58-Jährige wurde als DFB-Trainer mit der U19 und der U21 sowie als Spieler 1980 Europameister. Nun soll er in Saarbrücken die U20 auf die Weltmeisterschaft in Ägypten vorbereiten.
Doch gestern standen ihm beim Training im FC-Sportfeld nur 17 Spieler aus dem Kreis der U20 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur Verfügung. Von 29 Nominierten stoßen einige noch zur Mannschaft. Viele Top-Spieler haben aber keine Freigabe erhalten, da es keine Abstellungspflicht gibt (siehe Hintergrund) – etwa Holger Badstuber (Bayern München), Toni Kroos (Bayer Leverkusen), Timo Gebhart (VfB Stuttgart), Kevin Pezzoni (1. FC Köln) und Marco Reus (Borussia Mönchengladbach).

Torhüter Ron-Robert Zeiler ist dabei – und einer von sechs Spielern, die 2008 mit der U19 unter Hrubesch den EM-Titel holten. „Es sind einige neue Gesichter dabei. Aber ich traue uns etwas zu“, sagt der 20-Jährige zu der Truppe, die sich in Saarbrücken auch auf das Testspiel an diesem Samstag, 15.30 Uhr, in Pirmasens gegen Südafrika vorbereitet. Der Kölner hat bereits erreicht, wovon viele träumen. Er wechselte mit 16 Jahren zu Manchester United. Dort spielt er in der Reserve-Mannschaft. Zeiler trainiert oft mit den Profis, vor allem mit Torwart Edwin van der Sar. „Er gibt mir oftmals wertvolle Tipps und ich verstehe mich sehr gut mit ihm“, freut er sich über die Zusammenarbeit – und fügt schmunzelnd hinzu: „Obwohl er Holländer ist.“

Neben den Bender-Zwillingen Sven und Lars (Borussia Dortmund und Leverkusen) ist Lewis Holtby (FC Schalke) eines der bekannteren Gesichter der U20. Er will bei der WM für Furore sorgen. „Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ist der Titel drin“, sagt der 18-Jährige. Ob er aber von seinem Arbeitgeber die Freigabe für die WM erhält, ist unklar. „Auf der einen Seite würde ich gerne mein Land bei der Weltmeisterschaft vertreten, auf der anderen Seite will ich so schnell wie möglich unter die ersten Elf in der Bundesliga-Mannschaft kommen“, erklärt Holtby die verzwickte Situation. Verzwickt für den DFB war die Suche nach einem Fußballplatz. Fürs Trainingslager war das Gelände des ASC Dudweiler vorgesehen. Die U20 trainierte einmal dort. „Doch der Rasen in Dudweiler ist uneben und für unseren Haupttrainingsschwerpunkt, die Spielgeschwindigkeit, ungeeignet“, erkannte Hrubesch. Ein Ersatzplatz musste schnell gefunden werden. Bis Samstag trainiert die U20 nun im FC-Sportfeld.


Hintergrund


Joseph Blatter, Präsident des Weltverbandes (Fifa), will Clubs zur Abstellung ihrer Spieler zwingen. Er werde das Thema vor das Exekutivkomitee bringen. Da dieses am 29. und 30. September in Rio de Janeiro tagt, betrifft sein Vorstoß die U20-WM nicht. Bundesligisten hatten die Freigabe einiger Talente für das Turnier (25. September bis 16. Oktober) verweigert, weil in der Zeit Spiele in der Liga, Champions und Europa League sind. Blatter will, dass die Exekutive „die Clubs dazu verpflichtet, ihre Spieler abzustellen“.

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