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Über 40000 Saarländer arbeitslos

Im Vorjahresvergleich zeigt sich, dass der saarländische Arbeitsmarkt trotz der überdurchschnittlichen Betroffenheit von der Wirtschaftskrise im Vergleich zum westdeutschen Durchschnitt gut aufgestellt ist. Im Länderranking belegt das Saarland einen guten mittleren Platz. Im Langzeitvergleich mit den anderen Bundesländern bewiese sich sogar eine insgesamt positive Entwicklung auf dem saarländischen Arbeitsmarkt, wie das Wirtschaftsministerium in Saarbrücken in einer Pressemitteilung schrieb.

„Die Steigerung der Arbeitslosigkeit im Juli ist nicht unüblich. Ursache dafür ist insbesondere die Tatsache, dass sich jetzt die Schulabgänger arbeitsuchend melden und dass sich viele junge Leute nach Beendigung der Ausbildung zunächst arbeitslos melden. In aller Regel mündet diese kurze Phase der Sucharbeitslosigkeit in den Herbstmonaten jedoch in eine Beschäftigung", sagte Minister Gerhard Vigener.

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in der Altersgruppe unter 25 Jahren liegt zwar um 24,6 Prozent über dem Wert des Vormonats. Doch Vigener sagte: „Damit bewegen wir uns im Trend der letzen Jahre. Bereits im Juli 2008 lag die Jugendarbeitslosigkeit um 22 Prozent über dem Juniwert und im Juli 2007 sogar 35,4 Prozent über dem Vormonat."

Gegenüber Juli 2008 stieg die Jugendarbeitslosigkeit zwar um 30 Prozent, aber auch damit stellt sich das Saarland immer noch wesentlich besser als strukturstarke Bundesländer wie Baden-Württemberg oder Bayern, wo der Anstieg im Jahresvergleich mit 64,4 Prozent und 50,9 Prozent erheblich stärker ausgefallen ist.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es für jüngere Menschen immer schwieriger, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden, so das Wirtschaftsministerium. Auch ist das Risiko, arbeitslos zu werden, ist für jüngere Arbeitnehmer weitaus größer als für ältere. Denn ältere Arbeitnehmer werden bei betriebsbedingten Kündigungen weitaus besser im Rahmen von Sozialplänen geschützt als junge Arbeitnehmer.

„Auch wenn wir heute in Zeiten der Krise 5174 arbeitslose Jugendliche haben, so sei doch daran erinnert, dass im Juli 1999, ohne eine weltweite Wirtschaftskrise, im Saarland 5928 Jugendliche ohne Arbeit waren. Dies waren immerhin noch 12,7 Prozent mehr", so der Arbeitsminister. Um die Jugendarbeitslosigkeit weiter abzubauen, plant die Landesregierung unter anderem die verstärkte Förderung der Berufsberatung beim Übergang von Schule zu Beruf, flankierende soziale und sozialpädagogische Betreuung während der Berufsausbildung sowie die Förderung von Hauptschulabschlusskursen.

Die Älteren sind dagegen vom Anstieg der Arbeitslosigkeit kaum betroffen. Bei der Altersgruppe der über 55-Jährigen ist die Zahl der Arbeitslosen um 0,4 Prozent gestiegen, bei den über 50-Jährigen ging sie sogar um fast ein Prozent zurück. Diese Entwicklung ist auch den Aktivitäten im Rahmen des „Regionalen Beschäftigungspakts für Ältere" geschuldet., so das Ministerium Die saarländische Landesregierung hat gemeinsam mit den Wirtschafts- und Sozialpartner sowie der Bundesagentur für Arbeit bereits im September 2007 den regionalen Beschäftigungspakt für Ältere ins Leben gerufen, mit dem Ziel die Beschäftigungsfähigkeit und Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Saarland zu fördern. Umgesetzt wird dies durch eine Reihe von Maßnahmen wie beispielweise die Ausweitung der beruflichen Weiterbildung sowie einer verstärkten Nutzung der vorhanden arbeitsmarktpolitischen Instrumente zur Unterstützung von Verbleib und Eingliederung Älterer in Beschäftigung. red

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