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Über halbe Million Pilger bei Heilig-Rock 2012

Trier. Das Ziel, ein „zeitgemäßes geistliches Großereignis“ anzubieten, sei erreicht worden, sagte Wallfahrtsleiter Georg Bätzing am Freitag. Wenn bis zum Ende des 31-tägigen Großereignisses am Sonntagabend nichts Gravierendes mehr passiert, dann ist die Wallfahrt weitaus besser gelaufen als allgemein erwartet. Auch die Polizei spricht von „erfreulich wenig Vorkommnissen“.

Das Überschreiten der Marke von 500.000 Pilgern bereits vor dem Finalwochenende spielt für die Kirchenleute eine eher untergeordnete Rolle. Wichtig seien die Atmosphäre, das Gemeinschaftsgefühl und das Glaubenserlebnis, das die Wallfahrt bewirkt habe: „Der Heilige Rock hat Menschen aus allen Kontinenten zusammengeführt. Die Welt war da“, sagte Bischof Stephan Ackermann. „Der geografische Radius“ der Pilger sei eindeutig größer gewesen als bei der vergangenen Heilig-Rock-Wallfahrt 1996. Damals kamen 700.000 Menschen zu der Tuchreliquie, die Teile jenes Gewandes enthalten soll, die Jesus Christus zur Kreuzigung getragen hat.

Die „gesamtkirchliche Dimension“ des Glaubensfestes mit globalem Zuspruch habe „uns geholfen, unseren Horizont zu erweitern“. Ackermann bestätigte, dass diese Aussage auch in ökumenischer Hinsicht – das sind der Dialog und die Zusammenarbeit der christlichen Konfessionen – gelte. In Trier seien „Akzente gesetzt und die Sehnsucht nach Einheit deutlich“ geworden.

Auch Geschäftsführer Wolfgang Meyer zog ein positives Resümee. Gegenüber 1996, als er ebenfalls Cheforganisator war, sei die 2012er Wallfahrt trotz höherer Sicherheitsanforderungen reibungslos verlaufen. Er habe auf den Erfahrungen von damals und auf 2400 ehrenamtliche Helfer bauen können, ohne die der „Kraftakt Wallfahrt nicht möglich gewesen“ wäre.

Einen Termin für die nächste Wallfahrt, die 21. seit 1512, wollte Ackermann noch nicht nennen. Beobachter rechnen damit, dass es spätestens 2030 oder 2031 wieder soweit sein wird. Denn dann liegt der Kreuzestod Jesu Christi 2000 Jahre zurück. heilig-rock-wallfahrt.de

Am Rande

Bischof Stephan Ackermann hat gestern Abend das schwul-lesbische Zentrum Schmit-Z in Trier besucht. „Es gab wohl eine gewisse Überraschung, dass ich die Einladung angenommen habe. Aber das war mir wichtig“, erklärte der Bischof. In Gesprächen ging es vor allem um das Thema Diskriminierung. Ackermann sagte im Anschluss: „So ein schwieriges Gespräch hatte ich nicht erwartet.“ Er räumte ein: „Da gibt es Dinge, die mich nachdenklich machen. Wir wissen, dass das Verhältnis zwischen schwul-lesbischen Menschen und Kirche nicht spannungsfrei ist.“ red

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