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Überfall auf Taxifahrer: Dachdecker zu über zwei Jahren Haft verurteilt

Das Landgericht Saarbrücken hat am Montag einen 24-jährigen Dachdecker wegen versuchten schweren Raubes zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten verurteilt. Der Täter hatte zuvor ein volles Geständnis abgelegt. Der 24-Jährige hatte sich am 12. Januar um 4 Uhr morgens in einem Taxi zum Schützenhaus in Neunkirchen chauffieren lassen. Als das Taxi dort ankam, attackierte der 24-Jährige plötzlich den 57 Jahre alten Fahrer mit einem Elektroschocker. Er verletzte ihn dabei am Hals und, als der Fahrer das Gerät abwehren wollte, auch an der Hand. Offenbar hatte er die Fahrkasse erbeuten wollen. Dies gelang ihm jedoch nicht, und er ergriff die Flucht. Als er zu Fuß die Blies durchquerte, warf er die Waffe weg. Die Polizei konnte den Täter wenig später festnehmen.

Der Taxifahrer leidet bis heute an den Folgen des Überfalls. Er ist wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung in psychotherapeutischer Behandlung. Seine Frau sagte vor Gericht: „Das Körperliche war nicht so schlimm, aber er ist ein gebrochener Mann.“ Ihr Mann wolle am liebsten seinen Job als Taxifahrer aufgeben, könne sich dies aber finanziell nicht leisten.

Der 24-Jährige war an dem Tatabend mit Freunden unterwegs. Er hatte etwas Alkohol getrunken (0,1 Promille) und Amphetamine genommen. Vor dem Überfall hatte er seine letzten 100 Euro verspielt. Zum Motiv sagt er vor Gericht: „Das war halt 'ne schwierige Zeit.“ Er will dem Taxifahrer nun 1000 Euro als Anzahlung auf das Schmerzensgeld zukommen lassen. Sein Verteidiger versprach, den Betrag in den nächsten Tagen zu überweisen. Der Vorsitzende Richter wies in der Urteilsbegründung darauf hin, dass mit dieser Tat die Grenze zur Schwerstkriminalität überschritten wurde. Hätte er auch nur einen Euro erbeutet, hätten ihm wenigstens fünf Jahre Haft gedroht. jht
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