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Überherrner Bürgermeisterwahl am Sonntag

Überherrn. Auf welchen Weg Bernd Gillo (CDU) und Guido Guldner (SPD) Überherrn führen möchten, das erklärten sie am Dienstagabend im Kulturhaus beinah verbissen vorsichtig, um jetzt, kurz vor der Wahl, bloß keinen Fehler zu machen: vor mehr als 500 Überherrnern, auf ihre ungewöhnlich vielen Fragen und auf die von Thomas Gerber (SR) und Mathias Winters (SZ).

Die Wahl am Sonntag, 21. August, wurde nötig nach dem Rücktritt des parteilosen Amtsinhabers Thomas Burg. Im Rat ist die CDU stärkste Fraktion, die Mehrheit hat ein Bündnis aus SPD, Linken, Grünen.
Bernd Gillo, Lehre, Maschinenbaustudium, Ingenieurstätigkeiten und seit 20 Jahren Leiter der Kommunalen Dienste Überherrn (KDÜ): „Ich bin kein Kommunalpolitiker, ich sehe mich neutral. Ich bin ein Gestalter“. Angesichts von 21 Millionen Euro Gemeinde-Schulden setze er zuerst auf zusätzliche Einnahmen und dann erst auf Kürzungen. Mehr Geld solle vor allem die Gewerbesteuer bringen, industrielle und gewerbliche Neuansiedlungen. Als Anreiz könne der Hebesatz der Steuer gesenkt werden. Ein Kataster der „vielen Leerstände“ im Ort solle erstellt werden. Ohne den Namen zu verraten, sagte er, ein großes Unternehmen wolle erweitern.

Wovon Guldner nichts wusste („Gillo sagt uns nicht alles“). Guldner ist Leiter der Grundschule in Hostenbach, amtiert derzeit als Beigeordneter an des Bürgermeisters Stelle. 17 Jahre Gemeinderat, zuletzt Fraktionschef, 22 Jahre Ortsrat, Ortsvorsteher.

Mehr Industrie, fand Guldner, „würde den Wohnwert nicht gerade erhöhen“. Guldner will vor allem Kaufkraft in Überherrn halten. „In der Langwies wird eine Drogerie eröffnen. Ein Investor will dort auch weitere Flächen mit Einzelhandel besetzen.“ Kürzungen laufender Maßnahmen hielt er nicht für angezeigt, aber Sparen. So müsse das Defizit kommunaler Gebäude von 900.000 Euro abgebaut werden. Das Kulturhaus (jährliches Minus 190.000 Euro) brauche neue Einnahmen.
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