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Umfrage in St. Ingbert: Lust auf Eis leidet unter Wetter

Marco Da Col vom Eiscafé Europa mit seinen jungen Gästen Lenz, Mattis und Leo (von links). Fotos: Yvonne Handschuher

Marco Da Col vom Eiscafé Europa mit seinen jungen Gästen Lenz, Mattis und Leo (von links). Fotos: Yvonne Handschuher

In St. Ingbert sind es eher die klassischen Eissorten, die die Gäste schätzen. Das berichtet Marco Da Col vom Eiscafé Europa in der Fußgängerzone im Gespräch mit unserer Zeitung. Bei schlechtem Wetter sei das Milcheis gefragter, bei sommerlichen Temperaturen steige die Nachfrage an erfrischendem Fruchteis. Wobei das Wetter für Eisverkäufer diesen Sommer natürlich ein Thema ist. „Der Mai war schlimm, der Juni auch nicht so gut, im Juli war es ja dann glücklicherweise besser“, so Da Col. Die Stammgäste kämen auch bei schlechtem Wetter und würden dann oft warme Getränke und Waffeln anstatt Eis verlangen. Außerdem habe er dieses Jahr viele neue Gesichter – auch Flüchtlinge – gesehen. „Auch die Pokémon-Jäger wurden teilweise zu unseren Kunden.“ Da Col schätzt, dass er und seine Kollegen bei schlechtem Wetter ungefähr 80 Prozent weniger Eis verkaufen als bei sommerlichen Temperaturen. „Ich würde mal sagen, bei gutem Wetter kommen am Tag 300 bis 400 Gäste, bei schlechtem Wetter etwa 100“, so der 33-Jährige. Auch die Ferien würden sich bemerkbar machen. Da Col: „In der Schulzeit kommen die Schüler nach der Schule.“

 

Auch Mario Olivotti vom Eis-Café Fantasy in der Fußgängerzone berichtet von einem sehr guten Juli und einem eher schlechten Geschäft im Frühling . Auch er erzählt, dass sich die Wünsche der Kunden nach dem Wetter richten. Bei gutem Wetter sei dieses Jahr sein neues Caipi-Eis ein Renner. Dabei handele es sich um Limette mit braunem Rohrzucker. Auch Baileys- und Zimt-Eis kämen gut an. Interessant findet er: „Bei gutem Wetter sind so viele Leute in der Stadt, dass man sich fragt, wo die alle herkommen. Bei schlechterem Wetter ist St. Ingbert oft wie ausgestorben.“

 

Mit einem ganz anderen Problem hat Gianluici Scussel vom Eiscafé Cristallo in der Ludwigstraße zu kämpfen. „Die Baustellen machen uns zu schaffen. Besonders dieses Jahr trifft es uns hart, da die Straße vor unserem Laden derzeit gesperrt ist.“ Natürlich versteht der Geschäftsmann, dass die Baustellen nötig sind, schwierig sei es aber dennoch. „Auch über die Auswahl an Geschäften in St. Ingbert mache ich mir Gedanken. Es haben ja in letzter Zeit einige Läden geschlossen.“ Was das Wetter angeht, so berichtet Scussel das Gleiche wie seine Kollegen. Der Frühling sei wetterbedingt nicht so umsatzstark gewesen, im Juli habe es dann angezogen. Er sagt, dass er bei schlechtem Wetter ungefähr die Hälfte an Eis verkaufen würde im Vergleich zu guten Tagen. Wetterbedingt sei es auch schwer, Personal entsprechend einzuteilen. „Wenn viele Kunden da sind, haben sie das Recht, schnell und gut bedient zu werden, und man muss entsprechend Personal da haben. Wenn wenig los ist, müssen aber nicht mehrere Personen rumstehen.“

 

Neu im Programm hat er Limette, Joghurt-Vanille und Pavlova, das kleine Baiser- und Erdbeerstücke bietet. Prinzipiell berichtet auch Scussel, dass seine Kunden – vor allem die Stammkunden – am liebsten traditionelle Sorten wie Nuss und Vanille mögen.

 

 

Zum Thema:

 

Im Eiscafé Europa in der Fußgängerzone, im Eis-Café Fantasy , ebenfalls in der Fußgängerzone, und im Eiscafé Cristallo in der Ludwigstraße in St. Ingbert bekommen die Gäste ein Bällchen Eis zwischen 80 Cent und einem Euro. Angeboten werden traditionelle und neue Eissorten. ywi
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