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Unbekannte attackieren Bienenstöcke von Limbacher Imker

Für den Limbacher Imker Heinz Jung lagen unlängst Freud und Leid buchstäblich nah beieinander: Konnte er sich vor einer Woche über ein gelungenes Fest in Kirkel-Neuhäusel freuen, das sein Limbacher Verein für den Imker-Kreisverband Saarpfalz erfolgreich ausgerichtet hatte, ging es kurz darauf um das Leben einiger seiner Bienenvölker. Bislang noch unbekannte Täter hatten zwischen Samstag, 21. September, und Montag, 23. September, drei Bienenstöcke auf seinem Wald-Grundstück am Bayerischen Kohlhof mit Steinen angegriffen (wir berichteten). Gemeinsam mit Helmut Kiefer, dem Vorsitzenden der Limbacher Imker, verdeutlichte Heinz Jung nun den Schaden, den der oder die Täter angerichtet hatten.

„Wahrscheinlich wird eines der drei angegriffenen Völker nicht überleben“, so Jung im Gespräch mit unserer Zeitung. Augenscheinlich seien der oder die Täter über den Zaun geklettert und hätte die drei Bienenstöcke mit großen und schweren Steinen attackiert. Dabei seien, so Jung, die Holzkonstruktionen der Bienenstöcke zum Teil zerstört worden. Mit Handy-Fotos, die er gemacht hatte, nachdem er den Angriff auf seine Bienenvölker entdeckt hatte, verdeutlichte Jung   das Ausmaß der Beschädigungen.

„Der oder die Angreifer wollten mit den Steinwürfen den Aufbau der Bienenstöcke nach hinten runter werfen. Da die Bienenstöcke aber durch das eigentliche Bienenhaus hinten verschalt sind, ist dies glücklicherweise nicht gelungen.“ Trotzdem sei aber der Lebensbereich der Bienen in den drei Bienenstöcken durch die Steinwürfe teilweise freigelegt worden. Die Attacke, da waren sich Heinz Jung und Helmut Kiefer sicher, habe allerdings auch die Bienen ihrerseits zu einer entsprechenden Verteidigung animiert.

Jung: „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Bienen den oder die Steinewerfer angegriffen haben und die ihrerseits dann recht schnell flüchten mussten. Die Bienen machen dann nämlich keinen Spaß mehr, immerhin geht es um ihr Überleben.“ So sei auch zu erwarten, dass der oder die Angreifer möglicherweise Stiche davon getragen hätten. Das am stärksten von den Stein-Attacken betroffenen Volk, so Heinz Jung, werde wohl sterben. „Da fliegen zwar derzeit noch Bienen aus dem Stock hinaus und hinein. Ich denke aber nicht, dass dieses Volk überlebt.“

Gefragt, wie groß der Schaden in Euro zu beziffern sei, sprach Heinz Jung von geschätzten 1000 Euro. „Das wäre allerdings nur der materielle Wert. Was ich aber an Arbeit aufgebracht habe, die nun zerstört wurde, das ist ungleich mehr. Und das kann man in Zahlen eigentlich gar nicht fassen.“ thw

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