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Unbekannte kippen 1000 l Altöl in Rimschweiler aus

  Zweibrücken. Der Ärger um das sogenannte Mazurkiewicz-Gelände in Rimschweiler reißt nicht ab: Kurz nach der Zwangsräumung des langjährigen illegalen Schrottplatzes vergangene Woche sind dort etwa 1000 Liter Altöl ausgelaufen. Das teilte am Freitag die Polizeidirektion Pirmasens mit, deren Kripo und Umweltkommissariat die Ermittlungen übernommen haben.

Bei einer Begehung stellten Umweltkontrolleure der Stadt am Dienstag fest, dass sich Unbekannte Zutritt zu dem umzäunten Gelände verschafft hatten, schreibt die Polizei. Der Tatzeitraum müsse zwischen dem 27. September und 2. Oktober liegen. Der oder die Täter warfen Altölfässer und Altöl-Tanks um. Weil große Mengen ausgelaufen waren, wurde sofort die Feuerwehr gerufen.

Polizeisprecher Martin Sema ergänzte, es sei "nicht so schwierig", sich Zutritt zu dem Gelände zu verschaffen: "Der oder die Täter sind wohl über den Zaun geklettert." Die Polizei hoffe, dass sich noch Zeugen melden. Da das Gelände inmitten eines Wohngebietes liege, könnten Anwohner etwas Verdächtiges beobachtet haben. Bislang habe man noch keinerlei Hinweise auf Täter. Sema: "Wir ermitteln derzeit gegen Unbekannt und in alle Richtungen." Dabei gehe es auch um die Frage, ob das Altöl dort überhaupt ordnungsgemäß gelagert war.

Hans-Joachim Frenzel von der Unteren Wasserbehörde im Stadtbauamt erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, man habe "Glück im Unglück" gehabt. Und das gleich aus zwei Gründen. Erstens, weil das Auslaufen des Altöls aufgrund des Kontrollgangs relativ schnell bemerkt worden sei. Zweitens, weil es bis dahin nicht stark geregnet hatte - und damit das Altöl nicht ins Erdreich oder gar Grundwasser geschwemmt wurde. Frenzel: "Der UBZ hat auch die Kanalisation kontrolliert, da ist nichts hineingeraten." Der Großteil des Altöls sei in einer Halle mit Betonboden ausgelaufen, erklärten Sema und Frenzel, ein Teil gelangte aber auch nach außen. Und habe sich dort "in einer betonierten Rinne" gesammelt", sagt Frenzel, Sema spricht von einer "verdichteten Fläche". Frenzel erklärt, das Altöl sei illegal abgelagert gewesen - gerade wegen illegaler Schrottablagerungen sei der Platz ja geschlossen worden. "Diese Menge Altöl war uns aber nicht bekannt." Die Stadt hatte das Gelände ersteigert. Die durch das ausgelaufene Altöl verursachten Kosten können derzeit weder Polizei, Feuerwehr noch Untere Wasserbehörde abschätzen. "Ein paar tausend Euro werden aber schon zusammenkommen", vermutet Frenzel, die Feuerwehr habe allein schon große Mengen Ölbindemittel eingesetzt. Der Boden in dem Gebäude sei schon vor dem Altöl kontaminiert gewesen, ein Abriss war ohnehin geplant.

Um Hinweise bittet die Polizei an ihre Inspektion in Zweibrücken, Telefon (0 63 32) 97 60, oder an die Kripo in Pirmasens, Tel. (0 63 31) 52 00.

 

 

 

 


 

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