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Unbekannte schmieren Hakenkreuze ans Stummdenkmal

Symbolfoto.

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Wohl am Samstag (11.06.2016) oder in der Nacht zum Sonntag (12.06.2016) haben bislang unbekannte Täter die Spraydose ausgepackt und den Steinsockel mit Hakenkreuz-Graffitis beschmutzt. Ein Bild des Werkes sorgte im sozialen Netzwerk Facebook für Entrüstung und provozierte ein klares Position-Beziehen der kommentierenden Nutzer. Die Kommentare reichten von „So ne Sauerei“ (Heike Maria Müller) über „Ohne Hirn und Verstand“ (Sibylle Maurer) bis „Ekelhaft und saudumm!“ (Marion Schumacher).

 

Kontrovers wurde eine Einlassung des SPD-Landtagsabgeordneten Sebastian Thul diskutiert. Der hatte angemerkt, dass die vermeintlichen Rechten wenigstens „einen der ihren beschmiert“ haben und wies damit auf die nicht unumstrittenen Positionen des Stahl-Magnaten hin. Es ging hin und her.

 

So intensiv die Diskussion über Stumm und Schmierereien geführt wurde, so schnell war das Graffiti wieder verschwunden. Dank des schnellen Einsatzes des Zentralen Betriebshofes, so heißt es aus der Stadtverwaltung, seien die Schmierereien direkt zu Dienstbeginn beseitigt worden. Schon um 7.15 Uhr sei nichts mehr zu sehen gewesen.

 

Das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen – dazu zählen auch ehemalige nationalsozialistische – wird vom Staatsschutz verfolgt. Laut Paragraf 86a ( Strafgesetzbuch ) können solche Taten mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

 

Wegen der Sachbeschädigung hat die Verwaltung Strafantrag gegen Unbekannt gestellt. Dazu hat sie 500 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Verurteilung des oder der Täter führen. Oberbürgermeister Jürgen Fried : „Diese Symbole und Schmierereien der ewig Gestrigen haben in unserer Stadt keinen Platz. Deshalb wird die Stadtverwaltung, wann immer es ihr möglich ist, konsequent dagegen vorgehen.“

 

Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. Polizei-Inspektion Neunkirchen , Telefon (0 68 21) 20 30.

 

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