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Unbekannte zerstören Statuen der Pachtener Pfarrkirche St. Maximin

Nachrichten aus der Region Saarlouis.

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Der Christus aus Terrakotta liegt in hellen Trümmerstücken auf dunklem Tuch, zu beiden Seiten die zerbrochenen Sandsteinstatuen der Hl. Maria und des Hl. Johannes. Die Überreste der kürzlich zerstörten Figuren sind rechts vor dem Altarraum der Pachtener Pfarrkirche St. Maximin ausgebreitet. „Die Christusfigur wird wohl nicht mehr zu reparieren sein“, sagt Pastor Patrik Schmidt.

In der Nacht von Samstag, 4. Mai, auf Sonntag, 5. Mai, muss es geschehen sein, und alles spreche dafür, sagt Schmidt, dass es sich um mutwillige Zerstörung handele. „Die Trümmer der Christusfigur wurden auf dem Kirchplatz verteilt. Ein Häufchen vor der Treppe, eines vor dem Kindergarten und ein weiteres vor einem der umliegenden Geschäfte.“ Die massiven Sandsteinfiguren von Maria und Johannes sind mittendurch gebrochen. Eine Sanierung sei wohl noch machbar, aber „kunsthistorisch ist das ein Totalverlust“, bedauert Schmidt. Denn die Figuren stammen aus der Barockzeit. Sie sind etwa 370 Jahre alt und befanden sich vormals eine Straßenecke weiter in einer Pestkapelle von 1636.

Seit Jahrzehnten standen sie dann an der südlichen Längswand von St. Maximin auf kleinen Podesten. In ihrer Mitte die nun zerstörte Christusfigur am Kreuz. Jetzt, wo die Sandsteinfiguren aus ihrer Verankerung gerissen und zerstört wurden, werde man sie „nicht mehr rausstellen können“, sagt Schmidt. az

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