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Unbekannter Tierquäler vergiftet Hunde in Homburg

Der vierjährige Mischlingsrüde Pablo ist ein echtes Energiebündel. Es ist Sonntagmorgen auf dem Reiterhof von Gregorio Libardi in Höchen. Alles scheint in Ordnung. An der Leine von Frauchen Nadine Hindenberger, der Lebensgefährtin von Libardi, tollt Pablo übers Gelände.

Alles ist gut? Absolut nicht. Denn eigentlich sollte Pablo nicht alleine herumtoben, eigentlich sollten mit Jessy und Angel zwei weitere Hunde auf dem Hof, unterwegs sein. Doch Jessy und Angel sind tot, wahrscheinlich absichtlich vergiftet. Und auch Pablo entging nur knapp diesem Schicksal, als er am vergangenen Dienstagvormittag irgendwo auf dem oder im Bereich des Reiterhofes mit einem wohl hochwirksamen Gift in Kontakt kam. Im Gespräch mit unserer Zeitung erinnert sich Libardi. „Der Dienstag war eigentlich ein Tag wie jeder andere. Meine Lebensgefährtin kam gegen 10.30 Uhr hierher auf den Hof und hat die drei Hunde bis kurz vor 12 Uhr frei herumlaufen lassen. Danach fuhr sie mit Pablo wieder nach Hause, die beiden anderen Hunde blieben auf dem Hof. Alles war normal.“ Erst am Nachmittag änderte sich die Situation dramatisch. Von Zuhause aus rief Nadine Hindenberger Gregorio Libardi, der zu dieser Zeit mit dem Auto unterwegs war, an und erzählte ihm, dass Pablo erbreche. „Kaum hatte ich aufgelegt, rief man mich vom Stall aus an und teilte mir mit, dass auch mit den beiden anderen Hunden etwas nicht stimme.“ Kurzerhand fuhr Libardi zum Stall, lud dort die beiden Hunde ins Auto und fuhr zu einem Tierarzt nach Bexbach. Dort wartete schon Nadine Hindenberger mit Pablo. Für Jessy und Angel kam aber jede Hilfe zu spät, „beide mussten wir einschläfern lassen.“ Pablo hingegen hatte Glück: Nach einer Nacht in der Tierklinik in Spiesen-Elversberg war er gerettet.

Unter denen, die das ganze Drama miterlebt haben, ist auch Pferdebesitzer Klaus Hucklenbruch, seine zwei Pferde stehen in Libardis Pensionsstall. Hucklenbruch, Beamter der Bundespolizei, wies auf einige seltsame Umstände der Vergiftung der drei Hunde hin. So sei der überlebende Hund Pablo einer, der nicht ohne weiteres auf Unbekannte zugehe, „er verbellt Fremde normalerweise und ist eher zurückhaltend“. Auch sei die kurze Wirkdauer des Giftes von vier Stunden eher ungewöhnlich, „Rattengift wirkt nach etwa elf Stunden.“

Am Dienstagnachmittag habe er die Kollegen der Homburger Polizei informiert. Die hätten die Bexbacher Dienststelle eingeschaltet. Vor Ort hätten deren Beamte, so Hucklenbruch, im Kot der Tiere Rückstände einer Wursthaut gefunden, „so wie bei Teewürstchen. Das legt für mich als Polizeibeamter die Vermutung nahe, dass die Hunde gefüttert wurden“. Für Libardi selbst scheint klar zu sein: Der Anschlag galt nicht seinem Hof, „sondern gezielt den Hunden“.

Der Tod der beiden Tiere hat bei Nadine Hindenberger und Gregorio Libardi Spuren hinterlassen, die Trauer sitzt tief. „Der Schock ist groß bei uns“, erzählt Libardi. „Ich habe mir nicht vorstellen können, wie sehr einen das trifft. Es ist, als hätten wir einen Teil der Familie verloren.“

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