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Und dann hat's ,,blitz“ gemacht: Stationärer Blitzer in Friedrichsthal leistet ganze Arbeit

Mit offenem Visier hat die Stadt Friedrichsthal zwar nicht gekämpft, aber sich zu erkennen gegeben. Der Öffentlichkeit teilte die Verwaltung mit, dass ein stationärer Blitzer die Neunkircher Straße im Stadtteil Bildstock überwachen wird. Die schlanke Säule ging am 26. November in Betrieb, „genau um 9.45 Uhr“, wie Roman Kühn, der Chef des Ressorts „Ordnungsamt und Bürgerdienste“ im Gespräch mit der SZ erläuterte.

Die Maßnahme, die im sozialen Netzwerk Facebook überwiegend wohlwollend diskutiert wurde und wird, hat natürlich einen ernst zu nehmenden Hintergrund. Denn als besonderer Gefahrenpunkt wird der Bereich der Schulen in der Neunkircher Straße gewertet. Väter und Mütter, deren Kinder die Schulen oder auch die Kindertagesstätte besuchen, haben in der Vergangenheit immer wieder ihre Ängste und Bedenken artikuliert. Doch trotz Geschwindigkeitsbeschränkung in besagtem Streckenabschnitt waren dort die motorisierten Verkehrsteilnehmer viel zu oft zu schnell unterwegs. Also blieb nichts anderes übrig, als zu handeln – mit stationärer Verkehrsüberwachung. Fairerweise werden die Fahrer mit Radar-Schildern auf drohendes Ungemach hingewiesen.

Und nun? Kommt die Überraschung: Bis Dienstagmorgen dieser Woche gingen beim Ordnungsamt genau 1396 Fotos ein von Fahrern, die zu schnell unterwegs waren. Das Unternehmen Jenoptik stellt übrigens das Equipment und schickt über eine gesicherte Internet-Leitung die Daten ins Rathaus. Die hoheitliche Aufgabe der Auswertung jedoch, die ein Ordnungswidrigkeits- oder Bußgeld-Verfahren nach sich zieht, obliegt selbstredend der Verwaltung. ,,Nicht alle Bilder sind verwertbar“, sagt Kühn, aussortiert werden natürlich auch die geblitzten Fahrzeuge von Feuerwehr und Polizei im rasanten Einsatz. Die Fotos werden einzeln überprüft (Typ, Fahrer, Nummernschild), das Messprotokoll erstellt und alle weiteren Personen im Fahrzeug unkenntlich gemacht.

Und dann darf der Raser unerquickliche Post aus dem Rathaus erwarten. Allerdings, so Roman Kühn, habe man festgestellt, dass die Zahl der Raser aufgrund der mit Kamera ausgerüsteten Säule schon rückläufig sei. Für hilflose Fußgänger hätte sich's also dann schon gelohnt.

Bei aller Arbeit, die das Ordnungsamt mit seinem Premieren-Blitzgerät hat, ist schon das nächste auf dem Gebiet der Stadt Friedrichsthal ins Auge gefasst. Sein Standort wird in der Illinger Straße in Höhe des Friedhofs sein. ,,Hier muss was gemacht werden“, sagt Kühn, auch die Polizei sei nach verdeckten Messungen voll und ganz dieser Meinung.
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