A6 Kaiserslautern Richtung Metz/Saarbrücken Zwischen Parkplatz Homburger Bruch und Kreuz Neunkirchen Gefahr durch defektes Fahrzeug, Seitenstreifen gesperrt (21:06)

A6

Priorität: Sehr dringend

18°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
18°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Und wieder steht in Friedrichsthal alles unter Wasser

In Friedrichsthal war die Feuerwehr im Einsatz. In der Poststraße waren Gärten überflutet.

In Friedrichsthal war die Feuerwehr im Einsatz. In der Poststraße waren Gärten überflutet.

Ursula und Ilse Viehl sind es wirklich leid. Ihr Garten in der Poststraße ist ein einziger See, und am gestrigen Nachmittag stand nach Starkregen die Brühe wieder bis an der letzten Stufe zum Keller. Und der ist ohnehin eine Baustelle seit dem letzten Hochwasser. Arbeiter sind dabei, das vom Wasser geschädigte Mauerwerk von losen Teilen freizuklopfen, damit die Mauern trocknen können.

 

,,Gefriertruhe, Waschmaschine und Trockner sind schon kaputt. Alles, was im Keller lagerte, konnten wir wegwerfen“, sagt Ursula Viehl. Der Container dazu steht noch vor dem Haus. Mama Ilse zeigt auf die Kellerfenster vor dem Haus, die wurden hochgemauert, damit das Wasser nicht mehr in die Schächte laufen kann. Hinter dem Haus wird die Kellertür jetzt mit einer Spundwand gesichert, denn Hochwasser wird offenbar zum Dauerzustand in der Friedrichsthaler Senke rund um das Rathaus. Hier ist der tiefste Punkte des Ortes, bei Starkregen schießt die Brühe aus den Kanälen und aus Klärgruben, was den unangenehm fauligen Geruch erklärt.

 

In der Poststraße sind die meisten Gärten überflutet, das Wasser kann gar nicht mehr versickern. Gestern war auch die Feuerwehr wieder im Einsatz, an mehreren Stellen riefen Anwohner die Wehr um Hilfe. Doch das Problem kann die Feuerwehr nicht lösen, sie hilft mit Pumpen oder öffnet Schächte, um das Wasser nochmal abfließen zu lassen. Familie Viehl hat die Gummistiefel inzwischen an der Haustür stehen und trägt es mit Galgenhumor. ,,Wir haben aber inzwischen vor jeder schwarzen Wolke Angst. Und wenn man allein ist, kommen einem auch die Tränen“, sagt Ilse Viehl.

 

Sie lebt seit 1960 in ihrem Haus, die Hochwasser von 2016 sind nicht einmalig. Solche gab es zuletzt 1972 und 2009. Aber damals beruhigte sich die Situation. Diesmal scheint es, wie gesagt, zum dauerhaften Zustand zu werden.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein