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Unfall am Lagerfeuer: 17-Jähriger schwer verletzt

Losheim/Kell am See. Zumindest eine beruhigende Nachricht kann Achim Stengel von der Polizei im saarländischen Wadern am Freitag auf Anfrage des Trierischen Volksfreunds geben: „Nach unseren Informationen liegt das Unfallopfer nicht mehr auf der Intensivstation. Die Verbrennungen sind also vermutlich nicht ganz so schlimm wie befürchtet“, sagt der Polizeisprecher.

Gesicht, Brust und Arme verletzt

Nur wenige Stunden zuvor hatte sich am späten Donnerstagabend auf dem Jugendzeltplatz am Losheimer Stausee ein Unglück ereignet. Eine Stichflamme, die aus einem Lagerfeuer schoss, hatte gegen 23.10 Uhr das Gesicht, die Brust und die Arme eines 17-jähriger Jugendlichen aus Kell am See getroffen und ihn schwer verletzt.

In Spezialklinik geflogen Der Junge war nach dem Eintreffen der Rettungskräfte zunächst nicht ansprechbar und musste künstlich beamtet werden. Er wurde danach in eine Spezialklinik nach Ludwigshafen geflogen, wo er weiter stationär behandelt wird. Auch ein gleichaltriger Freund erlitt bei dem Unfall leichte Verbrennungen an den Beinen und im Gesicht. Er wurde laut Polizei ins Waderner Krankenhaus gebracht. Die beiden 17- Jährigen gehörten zu einer Gruppe von 14 Jugendlichen aus Hermeskeil und Kell, die bis zum Wochenende auf dem Jugendzeltplatz am Losheimer Stausee bleiben wollten. „Die jungen Leute waren schon öfters hier und haben sich privat angemeldet. Sie waren also nicht mit einem Verein oder einer organisierten Freizeit hier“, sagt Werner Harth.

Harth ist Pächter des Losheimer Campingplatzes, auf dem sich das Gelände für zeltende Jugendliche in einem abgetrennten Bereich befindet. Ab 16 Jahre ist dort Zelten ohne Aufsicht durch die Eltern erlaubt.

Benzin als Brandbeschleuniger

Zum Verhängnis wurde den beiden 17-Jährigen offenbar das leichtsinnige Verhalten ihrer Gruppe. Die jungen Leute hatten nach Angaben der Polizei unter zwei Falt-Pavillons ein Grillfeuer angezündet, das allerdings zu erlöschen drohte. Um das zu verhindern und das Feier wieder zu entfachen, griff einer der Jugendlichen zu einer mit Benzin (Bioethanol) gefüllten Plastikflasche. Deren leicht entflammbaren Inhalt wollte er durch einen gezielten Sprühstoß als Brandbeschleuniger benutzen. „Offenbar ist dabei aber der Stöpsel abgegangen, so dass fast das ganze Benzin ins Feuer gekippt wurde“, rekonstruiert Polizeimann Stengel das Geschehen. Der plötzliche Benzinschwall löste dann die starke Verpuffung und die hohe Stichflamme aus, die die beiden in der Nähe sitzenden 17-Jährigen traf. Wie die Waderner Polizei weiter mitteilt, verbrannte an einem der beiden Falt-Pavillons die gesamte Außenhaut. Die anderen Jugendlichen aus Hermeskeil und Kell am See, die bei dem Unfall mit einem Schrecken davonkamen, sind nach Angaben von Campingplatz-Pächter Harth am Freitag vom Losheimer Jugendzeltplatz abgereist.

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