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Unfall auf Großem Markt in Saarlouis nimmt gutes Ende

Saarlouis. Manchmal verketten sich alltägliche Umstände auf glückliche Weise. Der Kollege, der einen Auftrag absagt, der Parkscheinautomat, der kaputt geht und die Schüler, die am Vormittag in die Herbstferien strömen. Aber alles muss zur rechten Zeit, am rechten Ort, sekunden- und metergenau passieren. So ein kleiner Zufallskosmos spielte sich am Freitagvormittag auf dem Großen Markt ab.

Ein 77-jähriger Mann fährt im Auto von der Deutschen Straße in den Großen Markt ein. Günter Seewald hat gerade geparkt, der Techniker will eben einen Parkscheinautomaten reparieren. Plötzlich, ein lauter Knall. Nur wenige Meter neben ihm. Ein Auto ist frontal in einen parkenden Lkw gefahren. „Drin war ein älterer Mann, er hat sich nicht bewegt“, sagt Seewald. Mit der Hilfspolizistin Friederike Detampel rennt er sofort hin. Seewald fühlt den Puls, mit einer weiteren Frau und einem Soldaten der Bundeswehr zieht er den Mann aus dem Auto. Detampel will den Notarzt rufen, als ihr eine Frau zuruft, dass schon ein Notruf gemacht wird. Es ist 10.41 Uhr. Seewald tätschelt dem Bewusstlosen die Wangen. Der Mann bewegt sich jetzt: „Er hat die Augen gedreht, gehustet, aber nichts gesagt“, erzählt Seewald.

Die Drei bringen den Mann in die stabile Seitenlage. Die Polizei kommt, der Krankenwagen bringt den Mann ins Krankenhaus. Es geht das Gerücht, dass der Mann am Steuer einen Herzanfall hatte. Detampel und Seewald erzählen, dass das Auto ungebremst, wenn nicht gar schneller werdend, aufgefahren ist. „Seine linke Hand lag auf dem Bein, vielleicht hat er das Auto noch links rumgerissen“, mutmaßt Seewald.

Die Autos stauen sich auf dem Großen Markt. Passanten und viele Schüler waren unterwegs und sind stehen geblieben. „Es ist verhältnismäßig gut ausgegangen, mit den vielen Schülern, die hier unterwegs waren“, sagt Detampel. Dass der Parkscheinautomat kaputt war, findet sie „sagenhaft“. Denn eigentlich hätte den ein anderer Techniker reparieren sollen, weil der krank war, kam Seewald. Vor Jahren bekam Seewald drei Bypässe gelegt, danach hat er einen weiteren Erste-Hilfe-Kurs besucht. „Man muss Erste Hilfe gelernt haben und immer mal auffrischen“, erklärt der 58-Jährige.

Der ältere Mann hatte aber weder Herzinfarkt noch Zuckerschock, sondern mit einer allergischen Reaktion zu kämpfen. „Ein Insekt hat ihn gestochen“, klärt Alexa Wack, Dienstgruppenleiterin der Saarlouiser Polizei, am Nachmittag auf. Inzwischen gehe es ihm besser. Sie meint: „Wenn der allergische Schock nicht schnell medizinisch behandelt worden wäre, hätte es böse ausgehen können.“ Am Unfallort hätte man „sehr gut reagiert“.
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