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Unfall des Ex-Ob wird erst im Januar verhandelt

Zweibrücken. Eigentlich hätte sich gestern der Fahrer beim tödlichen Unfall des früheren Zweibrücker Oberbürgermeister Werner von Blon erneut vor Gericht verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem inzwischen 32-Jährigen vor, in der Zeit von August 2001 bis Februar 2012 insgesamt 20 Konsumeinheiten von Heroin gekauft zu haben. Anders als sein Mitangeklagter, der wegen Handels mit dem Rauschgift angeklagt war, blieb der Zweibrücker der Verhandlung ohne Angabe von Gründen fern. Der Versuch, ihn polizeilich vorführen zu lassen, blieb ohne Erfolg. Deshalb ist jetzt Haftbefehl gegen ihn erlassen worden. Der Prozess muss nun neu angesetzt werden. Nach Informationen des Pfälzischen Merkur wird das Verfahren im Fall von Blon frühestens im Januar noch einmal aufgenommen. So wurde das Urteil des Landgerichtes Zweibrücken vom 27. Oktober vergangenen Jahres, in dem gegen den Fahrer eine Freiheitsstrafe von acht Monaten Gefängnis verhängt wurde, nach der Revision der Verteidigung im Sommer aufgehoben. Das Landgericht habe in seinem Urteil keine Anhaltspunkte geliefert, dass der Angeklagte von Blons Verhalten hätte vorhersehen können, so die Begründung der Richter am Pfälzischen Oberlandesgericht. (OLG). Der Ex-OB habe am Abend des 7. Februars 2009 bereits die halbe Straße überquert gehabt, als er sich näherte. Normalerweise wäre ein Fußgänger dann stehen geblieben. Auch als „besonders geschützte Person“ hätte er von Blon nicht einschätzen müssen. Dazu zählen Kinder oder ältere Leute, denen man eine Beeinträchtigung ansieht, etwa wegen einer Gehhilfe. Der Angeklagte soll am Tag des Unfalls unter dem Einfluss mehrerer Drogen gestanden haben. Vor dem Landgericht forderte der Oberstaatsanwalt deshalb, dass der 32-Jährige jährlich vier Urinproben abgeben soll, um nachzuweisen, dass er keine Drogen mehr nimmt. Zusätzlich seien 15 Monate Fahrverbot erforderlich, da er eine „Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer“ sei. Nach Ansicht des OLG habe der Fahrer zwar Drogen im Blut gehabt, aber nicht genug, damit die Autofahrt alleine eine Straftat gewesen wäre. Der Unfalltod wird nun bereits in einem dritten Verfahren verhandelt. So wurde der Angeklagte bereits am 19. Mai 2010 vor dem Zweibrücker Amtsgericht freigesprochen. Gegen das damalige Urteil legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein. nob
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