A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Schwalbach/Schwarzenholz und AS Schwalbach Dauerbaustelle, Arbeiten am Mittelstreifen, linker Fahrstreifen gesperrt bis 28.10.2017 16:00 Uhr Zweiter Fahrstreifen auf Standspur eingerichtet. (26.05.2017, 13:53)

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Unfallschwerpunkt wird entschärft: Wieder Unfall auf dem Autobahnzubringer - Einmündungen erhalten Ampelanlage

Mit drei teils schwer Verletzten und zwei komplett zerstörten Autos endete am frühen Sonntagabend wie berichtet ein weiterer Verkehrsunfall auf dem Autobahnzubringer L 287, der vom Neunkircher Stadtteil Wellesweiler zur Autobahn 8 führt. Gegen 17 Uhr wollte ein von der Landesstraße L 226 kommender Renault Clio nach links in Richtung Wellesweiler auf den Autobahnzubringer abbiegen und kollidierte dabei mit einem aus Wellesweiler kommenden Ford Fiesta. Die 75-jährige Fahrerin des Renaults sowie der 70-jährige Fahrer des Ford Fiestas und sein 22 Jahre alter Beifahrer wurden bei dem heftigen Zusammenstoß schwer verletzt. „Wie durch ein Wunder wurde niemand in einem der beiden Unfallwracks eingeklemmt“, so Feuerwehr-Sprecher Christopher Benkert. Der Autobahnzubringer musste für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten im Bereich der Unfallstelle komplett gesperrt werden. Die beiden Neunkircher Löschbezirke Furpach und Ludwigsthal waren mit drei Löschfahrzeugen und 18 Einsatzkräften vor Ort. Zusammen mit diesem Unfall ereigneten sich in den letzten Monaten bereits fünf zum Teil schwere Verkehrsunfälle auf dem Autobahnzubringer L 287. Auf der benachbarten Landesstraße L 226 kam es in derselben Zeit zu zwei weiteren Unfällen, zuletzt am 21. Dezember 2015 (wir berichteten).


Die betreffenden Einmündungsbereiche am Autobahnzubringer hat auch der zuständige Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) im Auge. Im Zuge der Analysen zur Verkehrsführung in Wellesweiler haben sich die Experten auch mit den rund 140 Meter auseinanderliegenden Einmündungen beschäftigt. Fazit: „Die Knotenpunkte waren im Bezug auf den Verkehrsfluss nicht so leistungsfähig, wie sie sein könnten“, so LfS-Sprecher Klaus Kosok im Gespräch mit unserer Zeitung. Als praktikabelste Lösung zur Optimierung habe sich an dieser Stelle die sogenannte Vollsignalisierung beider Einmündungsbereiche herausgestellt. Bislang gibt es nur auf dem Autobahnzubringer eine sogenannte Sperrampel, ein Anhaltesignal für die Hauptverkehrsstraße, die bei hohem Verkehrsaufkommen das Einfädeln aus dem Bereich Industriering und schräg gegenüber erleichtern soll. Jetzt soll an beiden Knotenpunkten jeweils eine vollständige Ampelanlage für alle Fahrspuren her. „Auslöser für die Untersuchung“, betont Kosok, „war die Betrachtung von Wellesweiler und seinem Umfeld.“ Dass sich in letzter Zeit mehrere Unfälle im besagten Bereich ereignet haben, sei auch beim Landesbetrieb für Straßenbau nicht unbemerkt geblieben. „Wenn neben der Leistungsfähigkeit jetzt vielleicht auch der Sicherheitsaspekt eine Rolle spielt, ist es Zeit“, so Kosok. Deshalb werde der LfS den am schnellsten umsetzbaren Lösungsweg gehen: Ampelanlagen. „Wir sind in der Ausschreibung“, bestätigt Kosok. Im zweiten Quartal sollen Vergabe und Baubeginn erfolgen.

Für den Autofahrer auf dem Autobahnzubringer wird das künftig heißen: zwei Ampeln im Abstand von 140 Metern statt wie bisher die Sperrampel. „Die Hauptfahrrichtung wird dabei als grüne Welle installiert“, versichert der LfS-Sprecher. Die beiden Einmündungsbereiche sollen dann je nach Verkehrsaufkommen zwischengeschaltet werden.

Klaus Kosok versichert: „Wir setzen das zügig um.“
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