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Unfallstatistik für Neunkirchen: Mehr Unfälle, weniger Tote

Mit diesem Foto warnt der ADAC vor zu viel Ablenkung am Steuer. Symbolfoto: adac

Mit diesem Foto warnt der ADAC vor zu viel Ablenkung am Steuer. Symbolfoto: adac

Zwei Motorradfahrer sind im vergangenen Jahr im Kreis Neunkirchen ums Leben gekommen. Ein Unfall passierte im Ortskern von Ottweiler, der andere auf der Strecke zwischen Hangard und Fürth. Bei diesen beiden tödlichen Unfällen blieb es im Jahr 2015. Damit sank die Zahl der Verkehrstoten im Bereich der Polizeiinspektion Neunkirchen von drei auf zwei, die Beamten der Polizeiinspektion Illingen mussten keinen einzigen tödlich verletzten Verkehrsteilnehmer aufnehmen. Im Jahr zuvor waren es noch zwei gewesen.

 

„Motorradfahren liegt wieder im Trend“, hat der Leiter der Polizeiinspektion Neunkirchen , Thomas Dräger-Pitz, festgestellt. Dabei gebe es etliche „Wiedereinsteiger“, die nach einer Familienphase die Liebe zum Motorrad wieder entdeckten. Diese Entwicklung sei nicht unproblematisch, seien die Motorräder doch dann häufig mit mehr PS ausgestattet als früher, ihr „Handling“ ungleich schwieriger.

 

Schwierige Verhältnisse haben auch beim Autobahnzubringer Wellesweiler im vergangenen Jahr vermehrt zu Unfällen geführt, teilweise mit Schwerverletzten. Die Unfallkommission nahm die Situation vor Ort unter die Lupe und untersuchte die Unfallursachen. Der Verkehrsdienst Ost erstellte nach Angaben von Polizeioberkommissar Markus Dietrich ein Geschwindigkeitsdiagramm. Bei sechs Messungen stellte sich heraus, dass 42 Prozent der Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Wellesweiler unterwegs waren, zu schnell fuhren. In der anderen Richtung waren es sogar 69 Prozent. Es wurden sechs Anzeigen sowie 53 Verwarnungen ausgestellt. Die Gefahrenstelle soll mit einer Ampel positiv reguliert werden.

 

Eine besondere Gefahrenstelle ist mit der Spieser Höhe allgemein bekannt, allerdings ist hier die beste Lösung, nämlich ein Kreisel, auch die teuerste. Vermehrt mussten im vergangenen Jahr die Beamten der PI Neunkirchen in der Gustav-Regler-Straße Unfälle aufnehmen. Ein besonderer Grund dafür war jedoch nicht auszumachen. Mit vereinten Kräften wurde der Rombachaufstieg, ein Teilabschnitt der Landesstraße L287 zwischen den Stadtteilen Wellesweiler und Wiebelskirchen, als Unfallschwerpunkt entschärft. Vor drei Jahren habe es hier den letzten schweren Unfall gegeben, weiß Markus Dietrich. Es seien einige Bäume entfernt und neue Leitplanken installiert worden. Die wichtigste Maßnahme zur Entschärfung waren die Asphaltfräsungen. „Es hat sich vieles zum Besseren gewendet“, betont Dietrich.

 

Insgesamt meldet die PI Neunkirchen für 2015 einen Anstieg der Unfallzahlen um 3,38 Prozent von 2717 auf 2809. Bei der PI Illingen waren es 4,33 Prozent mehr als 2014. Die Zahl stieg von 1391 auf 1454. Aber auch deren Leiter Thomas Schmidt weist auf die positive Tendenz bei den Unfällen mit Personenschaden hin. Hier ging die Zahl von 178 auf 155 zurück.

 

Immer öfter registrieren die Polizeibeamten, dass sich Verkehrsteilnehmer durchs Smartphone ablenken lassen. Zwar werden diese Unfälle im Saarland statistisch nicht erfasst. Doch die Polizeibeamten gehen davon aus, dass mittlerweile 40 Prozent der Unfälle auf dieses Konto gehen.
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