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Unfalltod von Polizistin (28): Jetzt werden Zeugen vernommen

Der Unfallort auf der Autobahn A 1 bei Göttelborn: Ein Streifenwagen stoppte mit Blaulicht die Fahrerin des Peugeots (rechts). Ein Golf-GTI (verdeckt) fuhr in die Kontrollstelle, verletzte eine Polizistin tödlich. Ein Kommissaranwärter wurde schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich bei Tageslicht.

Der Unfallort auf der Autobahn A 1 bei Göttelborn: Ein Streifenwagen stoppte mit Blaulicht die Fahrerin des Peugeots (rechts). Ein Golf-GTI (verdeckt) fuhr in die Kontrollstelle, verletzte eine Polizistin tödlich. Ein Kommissaranwärter wurde schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich bei Tageslicht.

Saarbrücken. Saarbrücken. Zu dem Unfall, bei dem am Sonntag auf der A.1 bei Göttelborn eine 28-jährige Kommissarin getötet wurde, haben sich bislang vier Zeugen bei der Polizei gemeldet. Das teilte Polizeisprecher Georg Himbert gestern der SZ mit. Einer der Zeugen sei bereits vernommen worden. Zu seinen Aussagen bezüglich Unfallhergang und Fahrweise des Golf GTI-Fahrers, der die Kommissarin erfasst und tödlich verletzt hatte, will die Polizei keine Angaben machen. Die übrigen Zeugen sollen in den nächsten Tagen vernommen werden.

Unterdessen hat der Anwalt des 29-jährigen Golf GTI-Fahrers der SZ mitgeteilt, dass sein Mandant sehr unter dem leide, was geschehen sei. Der 29-Jährige aus Heusweiler sei jedoch „keinesfalls ein Verkehrsrowdy“, so Anwalt Claus Treutler aus Eppelborn. Er betonte, dass die Unfallumstände noch nicht geklärt seien. Dies belege auch die Tatsache, dass dem 29-Jährigen der zeitweilig beschlagnahmte Führerschein zurückgegeben wurde.
 
Die tödlich verunglückte Kommissarin und ihr 22-jähriger Kollege hatten als Besatzung eines zivilen Streifenwagens vor dem Unfall versucht, die 62-jährige Fahrerin eines Peugeot zu stoppen, die ihnen auf der A.1 in Höhe Tholey mit unsicherer und schneller Fahrweise aufgefallen war. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit und der Beeinträchtigung durch Baustellen, so Polizeisprecher Himbert, sei es ihnen erst nach rund 20 Kilometern und mit Hilfe eines zweiten Streifenwagens gelungen, den Peugeot bei Göttelborn zu stoppen. Diese Verfolgungsfahrt sei von einer Kamera im Zivil-Fahrzeug aufgezeichnet worden. Die Aufnahme, die sich nach dem Abstellen des Autos an der Unfallstelle automatisch abgeschaltet habe, werde nun ausgewertet.

 An der Unfallstelle wurden die Kommissarin und ihr 22-jähriger Kollege dann von dem vorbeifahrenden Golf GTI erfasst. Der 22-Jährige wurde schwer verletzt, die Polizistin tödlich. Nach Polizeiangaben hatten die beiden ihr Auto vor dem Peugeot und dem zweiten Streifenwagen geparkt, weil unmittelbar hinter dem Peugeot bereits andere Verkehrsteilnehmer gehalten hatten.

Anlässlich der Trauerfeier für die Kommissarin in Lebach-Aschbach hat Innenministerin Monika Bachmann (CDU) für den morgigen Freitag Trauerbeflaggung an allen Polizeidienststellen im Land angeordnet. Nach einem ministeriumsinternen Missverständnis hatte es zunächst geheißen, dass bereits ab Dienstag Trauerbeflaggung angeordnet worden war. jos/mju

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