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Ungerecht: Privatpatienten im Krankenhaus beim Telefonieren im Vorteil

In einigen saarländischen Kliniken wie auf dem Saarbrücker Winterberg oder in der Saarlouiser St. Elisabeth-Klinik können privat Versicherte billiger telefonieren als Patienten mit gesetzlicher Versicherung.

Saarbrücken. Schon wieder ein Vorteil für Beamte und sonstige privat Versicherte. Selbst beim Bezahlen der Telefonkarte im Krankenhaus soll der Kunde der privaten Krankenversicherung gegenüber der Klientel der gesetzlichen Versicherungen inzwischen im Vorteil sein.

Auf diesen Sachverhalt hat uns ein Leser aufmerksam gemacht, der sich wunderte, dass Privatpatienten selbst bei der Abrechnung der Telefonkarte ein Gebührennachlass gewährt wird, welcher gesetzlich Versicherten aber nicht zuteil wird.

Zum Hintergrund: Nach der Einlieferung ins Krankenhaus können die Patienten den Kontakt zu Angehörigen und Bekannten über das Telefon aufrechterhalten. Um das Telefon am Bett zu benutzen, ist jedoch eine Telefonkarte erforderlich, die man gegen die Zahlung einer Kaution plus Telefon-Benutzungsgebühr entweder in entsprechenden Automaten oder bei der Klinikverwaltung erstehen kann.

Doch an dieser Stelle kommt der große Unterschied: Während in dem einen Krankenhaus jeder Patient für die Grundgebühr und die Telefoneinheiten in gleicher Höhe zur Kasse gebeten wird, kommen in anderen Kliniken die Privatpatienten besser weg. Für sie übernimmt die Krankenversicherung die Grundgebühr, zum Beispiel im Winterberg-Klinikum Saarbrücken, in der Caritas-Klinik Dillingen oder im Krankenhaus St. Elisabeth Saarlouis. Demgegenüber erfolgt eine Gleichbehandlung der Patienten bezüglich der Telefongebühren etwa in den Kliniken von Neunkirchen oder Püttlingen, wie eine Umfrage in einzelnen Häusern ergab.

Mehr Service für Privatpatienten
Danach bestätigte die Winterberg-Geschäftsführerin Susann Bresslein, dass in ihrer Klinik die private Krankenversicherung im Rahmen des Zuschlags für Ein- und Zweibettzimmer „einen zusätzlichen Komfort für Privatpatienten fordert und bezahlt“. Dabei gehe es nicht nur um die Übernahme der Telefon-Grundgebühr, sondern etwa auch um die Versorgung mit einer Tageszeitung. Dies sei eine „Konsequenz des Wettbewerbs, der dort herrscht“. Ähnlich äußerte sich die Direktorin der Saarlouiser St. Elisabeth-Klinik, Ulla Herber-Meier. Hier handele es sich um eine Leistung, die an Zimmerzuschläge gebunden sei, „ein Komfort-Element wie die erweiterte Menü-Wahl“.

Der Geschäftsführer des Klinikums Neunkirchen, Klaus-Dieter Hielscher, wies darauf hin, dass man die Leistungen der Krankenhäuser für ihre Patienten nicht immer vergleichen könne. So gebe es in Neunkirchen die gleichen Telefongebühren für privat und gesetzlich Versicherte. Andererseits sei aber auch das Fernsehen, inklusive Bezahl-TV, für alle Patienten kostenlos.


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