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Unglück auf Klassenfahrt: Schulleiter verteidigt Bus fahrenden Lehrer

Chaos im verunglückten Bus: Taschen und sonstiges Reiseproviant liegen verstreut umher. Foto: France 3 Rhône-Alpes/Repro: hgn

Chaos im verunglückten Bus: Taschen und sonstiges Reiseproviant liegen verstreut umher. Foto: France 3 Rhône-Alpes/Repro: hgn

Dass ein Lehrer den Bus fuhr, der Schüler von einer Klassenfahrt nach Barcelona heil heimbringen sollte, ist für Christian Heib nichts Außergewöhnliches. Der Leiter des Saarbrücker Ludwigsgymnasiums: „Das macht der Kollege seit 2000 regelmäßig.“ Es handle sich um „einen Lehrer mit beruflicher Qualifikation“ und „langjähriger Praxis“. Und dies unterstütze seine Schule, dass Pädagogen auch andere praktische Erfahrungen sammeln.

 

Dass der Mann, der in seinem ersten Beruf Erdkunde, Geschichte und Politik unterrichtet, am Steuer des Reisebusses saß, war nach dem Unglück auf der Rückfahrt der SZ bekannt geworden. Der Bus war am frühen Samstagmorgen, 4. Juni bei Lyon/Südwestfrankreich von der A 7 abgekommen und eine Böschung hinabgestürzt. Zu dieser Zeit lenkte der Lehrer . An Bord waren 23 Schüler des St. Wendeler Cusanus-Gymnasiums und 18 vom Ludwigsgymnasium aus Saarbrücken, alle zwischen 14 und 17 Jahre. 21 Reisende kamen vorsorglich in umliegende Krankenhäuser, traten aber gemeinsam am Nachmittag in einem Ersatzwagen die Weiterfahrt ins Saarland an (wir berichteten). „Ein Kind erlitt einen Lendenwirbelbruch“, berichtet Heib – und versichert in einem Atemzug: „Kein Schüler wird bleibende Schäden zurückbehalten.“

 

Wie es zu dem Unfall kam, steht abschließend noch nicht fest. Nach ersten Informationen der Gendarmerie soll der Fahrer eingenickt sein. „Das halte ich für ausgeschlossen“, dementiert Heib und stellt sich schützend vor seinen Saarbrücker Kollegen. Er kenne kaum jemanden, der so gewissenhaft und verantwortungsvoll handle. Eine ärztliche Untersuchung soll nun Aufschluss geben. Auch das Busunternehmen Lay aus Püttlingen, das die Fahrt organisiert hat, sei „eine verlässliche Gesellschaft“.

 

Das Bildungsministerium will nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen den Sachverhalt prüfen, dass ein Lehrer als Busfahrer unterwegs ist.

 

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