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Unheimliche Anrufe ängstigen Nonnweilerin

Nonnweiler/Bonn. Das Telefon rappelt. Immer und immer wieder. Wenn Pia Luther den Hörer abnimmt, meldet sich niemand. Entweder hört die Nonnweilerin einen Besetztton. Oder die Leitung bleibt stumm. „Das geht schon Wochen so“, klagt die 48-Jährige mit genervter Stimme. Genervt zu sein, dazu habe sie allen Grund. Der Anrufer belästige ihre Familie zu jeder Zeit. „Die Anrufe kommen sogar in der Nacht.“ Was alle aufschrecke. Bis heute wüssten die Luthers nicht, wer sich hinter den Störtelefonaten verbirgt.

Weg führt nach Spanien

Dass es sich immer um ein und denselben Anrufer handelt, sei indes klar: Ihr Telefonapparat hat eine elektronische Anzeige. Auf diesem Display taucht die Nummer auf, von der aus der Unbekannte sein Unwesen treibt: (00 34) 1 52 38 05 71. Eine spanische Rufnummer.

Pia Luther ist nicht die einzige Leidtragende. „Auch meine Freundin erhält dauernd Anrufe.“ Mittlerweile beschäftigen sich viele Betroffene bundesweit damit. Wie in einschlägigen Internetforen nachzulesen, treibt der Fremde seit geraumer Zeit sein Unwesen. Einträge, die sich auf die besagte Telefonnummer beziehen, reichen bis in den Dezember zurück.

Der Deutschen Telekom ist das Problem bekannt. Doch laut Pressesprecher André Hofmann ist sein Bonner Konzern machtlos, von sich aus der nervigen Sache Einhalt zu gebieten. „Wir haben leider keine Handhabe“, sagt der 40-Jährige. Bei inländischen Telefonaten könne das Unternehmen die Bundesnetzagentur als unabhängiges Kontrollorgan einschalten, um Anschlüsse zu kappen. Hofmann: „Doch an der deutschen Grenze ist das vorbei.“ Grundsätzlich gelte: „Dass jemand anruft, ist erstmal kein Straftatbestand.“ Auch dann nicht, wenn er dies laufend macht und sich nicht zu erkennen gibt.

In konkreten Fällen wie diesen, wenn ein Unbekannter aus dem Ausland offensichtlich willkürlich deutsche Anschlüsse anwählt, sei es noch schwieriger. Die Telekom habe keine Ansprechpartner dafür, auch nicht in Spanien. Bedeutet das für Betroffene, solchen Machenschaften ausgeliefert zu sein? Nein. Die Telekom biete eine Lösung, eine kostenpflichtige. Hofmann dazu: „Wir haben ein Sicherheitspaket.“ 2,99 Euro verlange der Telekommunikationsanbieter für diese Dienstleistung im Monat. Dies funktioniere so: Der Kunde kann der Telekom Nummern angeben, die für seinen Anschluss gesperrt werden sollen. Solche Blockaden können eingehende und abgehende Telefonate betreffen. Auf eine Anzahl sei dies nicht beschränkt.

Auskünfte erhalten Kunden über die Service-Telefonnummer für Privatkunden, in Rechnungen vermerkt. Außerdem stehen Berater in Telekom-Läden Rede und Antwort.

Experte warnt: Bloß nicht fremde Nummer zurückrufen

Bonn. Wer auf seiner Telefonanzeige eine fremde Rufnummer erblickt, sollte diese tunlichst nicht zurückrufen. Davor warnt der Bonner Telekom-Sprecher André Hofmann. „Oft verbergen sich Trickbetrüger dahinter. Wer anruft, gerät an eine kostspielige Nummer, was aber nicht mitgeteilt wird.“ In der Regel sitze am anderen Ende kein fleißiger Wähler, der in mühevoller Kleinstarbeit Nummern wählt. Ein Computer, ein Dialer (Wähler) übernehme diese automatisch und oft wahllos. Im Übrigen: „Wieso sollten Sie auch irgendwohin anrufen, wenn Sie genau wissen, dass dort keiner ist, der Sie erreichen will?“, fragt sich Hofmann. hgn

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