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Uni-Alltag als Rap: Jurastudent der Saar-Uni besingt stressiges Studentenleben

Symbolfoto.

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 „Bleibst du heute nicht bis zum Schluss da?“ – eine Frage, die der Jurastudent Rafael Wolter schon öfter gehört hat, wenn er ausnahmsweise mal pünktlich mit dem Lernen fertig war. Gestellt wurde sie ihm von den Betreuern in der Jura-Bibliothek an der Universität des Saarlandes . Sie mussten ihn schon einige Male vor die Tür kehren, um selbst Feierabend machen zu können. Neun bis zwölf Stunden verbringe er durchschnittlich an sechs Tagen in der Woche mit seinem Studium, sagt der 23-Jährige.

Wolter ist Student im dritten Semester am Centre Juridique Franco-Allemand (CJFA), wo er zusätzlich zum deutschen Studium der Rechtswissenschaften noch ein französisches Jurastudium absolviert. Diesem Doppelstudiengang hat der Hobbymusiker aus Cochem eines seiner Lieder gewidmet, ein passendes Video gedreht und das Ganze auf das Internet-Videoportal YouTube hochgeladen. Darin sieht man Studenten durch die Bibliothek tanzen. Wolter rappt darüber, dass er viel zu selten Zeit für Partys finde, dass sein Leben generell zum Großteil aus dem Studium besteht. Aber auch, dass dies der Weg zu Ruhm und Ehre sei.

„Mein Kühlschrank war schon manchmal leer, weil ich keine Zeit zum Einkaufen hatte. Das Lied handelt von Situationen, die ich selbst erlebt habe“, so Wolter. Der Titel seines Raps lautet „CJenaiFmArre“, ein Wortspiel aus der Abkürzung seiner Bildungseinrichtung und dem französischen Ausdruck „J'en ai marre“, übersetzt: „Ich habe die Schnauze voll.“ Klar sei da auch eine ganze Menge Ironie dabei. „Humor ist bei diesem Studium einfach überlebenswichtig“, erklärt Wolter. „So ein Doppelstudiengang ist sehr anspruchsvoll und zeitaufwendig. Dafür sind unsere Zukunftsaussichten auch sehr gut – wenn wir unseren Abschluss in der Tasche haben.“ Wenn man sich gut organisiere, bliebe dennoch ein wenig Zeit für Hobbys. „Sonst hätte ich das Video ja gar nicht machen können.“

Dass sein Lied es mittlerweile zu einer gewissen Bekanntheit auf dem Saarbrücker Campus gebracht hat, zeigen die derzeit über 2000 Aufrufe des Videos auf Youtube. Bisher habe er auch durchweg positive Reaktionen darauf bekommen, unter seinen Kommilitonen sei „CJenaiFMArre“ fast schon zu einem geflügelten Wort geworden. „Damit hätte ich nie gerechnet“, freut sich Wolter. „Sogar Professoren haben mich schon darauf angesprochen. Sie finden es cool, weil es die Atmosphäre etwas auflockert.“

Musik macht Wolter schon seit seinem fünften Lebensjahr. Neben Gitarre und Klavier spiele er auch „ganz passabel“ Schlagzeug . „Ich hatte auch schon überlegt, Schlagzeug zu studieren. Ich wollte dann aber doch zuerst etwas Handfestes machen. Aber mal sehen, was noch kommt.“ Tatsächlich habe er von seinem Studium aber keineswegs die Nase voll: „Es ist nicht immer einfach, aber es macht auch Spaß, sonst wäre ich nicht hier. Der Zusammenhalt unter uns ist wirklich toll. Wir sind insgesamt etwa 30 Leute und alle helfen sich gegenseitig. Außerdem begeistert mich der Austausch zwischen den beiden Nationen.“

Eine Idee für ein neues Lied, hat Wolter auch schon. Verraten will er aber noch nichts.

youtube.com/BrotherVoltaire
 
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