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Uni des Saarlandes ist ab sofort Gründerhochschule

Diese vier jungen Leute arbeiteten im Hintergrund intensiv am Konzept der Gründerhochschule: Christine Feiler, Alessandro Quaranta,
Miriam Wiediger und Marlen Schmidt (v.l.).

Diese vier jungen Leute arbeiteten im Hintergrund intensiv am Konzept der Gründerhochschule: Christine Feiler, Alessandro Quaranta, Miriam Wiediger und Marlen Schmidt (v.l.).

Saarbrücken. Die Universität des Saarlandes darf sich künftig „Exist-Gründerhochschule“ nennen. Die Saar-Uni kam in dem Förderwettbewerb „Exist- Gründungskultur – Die Gründerhochschule“ des Bundeswirtschaftsministeriums unter die ersten drei (wir berichteten). Die beiden anderen sind Kassel und Lübeck. In der ersten Runde hatten sich 83 Hochschulen beworben. In die engere Wahl kamen 20 Hochschulen, gefördert werden jetzt insgesamt zwölf.

In den kommenden Jahren wird die Universität 2,7 Millionen Euro an Bundesmitteln erhalten. Der Gedanke der Unternehmensgründung soll fest in der Universität verankert werden, hat man sich vorgenommen. Nicht nur in Lehre und Forschung will man darauf hinwirken, dass sich jeder Studierende „wenigstens einmal ernsthaft die Frage stellt, ob eine Unternehmensgründung für ihn nicht eine Option wäre“, sagt Universitätspräsident Volker Linneweber. „Dies soll ebenso für die Verwaltung und die Forschungseinrichtungen außerhalb der Universität gelten.“

Das Gründungsthema soll nach Linnewebers Vorstellungen „in allen Fächern verankert werden und über Seminare, Workshops und die Erstellung von Business- Plänen vermittelt werden“. Es hätten sich bereits 65 Professoren zu dem Projekt bekannt. Sie wollten den Gründungsgedanken in ihre Vorlesungen tragen. Schon länger beschäftigt sich der Betriebswirtschaftler Professor Heinz Kußmaul mit dem Thema, der bereits ein Institut für Existenzgründung/Mittelstand ins Leben gerufen hat. Außerdem haben „sich schon 107 Unternehmer, die in unserem Starterzentrum ihren Schritt in die berufliche Selbstständigkeit gewagt haben, dazu bereit erklärt, als Dozenten ihre Erfahrungen weiterzugeben“, sagt Axel Koch, Mit-Geschäftsführer des Starterzentrums.

Die Idee, dieses Zentrum ins Leben zu rufen, kam Mitte der 1990er Jahre von Wolfgang Lorenz, der heute noch zusammen mit Uta Merkle zu den Geschäftsführern gehört. „Seit 1995 wurden mit Hilfe dieses Zentrums 249 Unternehmen mit derzeit 1450 Arbeitsplätzen gegründet. 66 Firmengründungen gab es allein in den vergangenen fünf Jahren“, bilanziert Lorenz. In den kommenden fünf Jahren soll die Zahl der Firmengründungen auf mehr als 400 gesteigert werden. „Dadurch sollen insgesamt 3000 Arbeitsplätze in Ausgründungen der Universität und der Forschungsinstitute entstehen“, nennt er als Ziel.

Auch die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Wirtschaftsminister Heiko Maas (SPD) begrüßen diese Auszeichnung. „Der Weg von der Gründerhochschule zum Gründerland ist vorgezeichnet und erfährt durch die zusätzliche Bundesförderung neuen Schub“, meint die Regierungschefin. „Akademiker müssen ermutigt werden, mit ihren wertvollen Ideen den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen – und das hier im Saarland, damit hier Arbeitsplätze und Wertschöpfung entstehen“, hebt Maas hervor.

www.kwt-uni-saarland.de

www.exist.de/

exist-gruendungskultur/gruenderhochschule

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