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Uni richtet sich auf schwere Zeiten ein

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Saarbrücken. Wie soll die Saar- Uni der Zukunft aussehen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Diskussion um die Wahl des nächsten Unipräsidenten. Als einzigen Kandidaten nominierte die Findungskommission der Hochschule den Amtsinhaber Professor Volker Linneweber – und gab ihm den Auftrag mit, einen Plan für die mittelfristige Uni-Entwicklung zu erstellen. Der Präsident hat nun die undankbare Aufgabe, mit einem Entwicklungskonzept in den Wahlkampf ziehen zu müssen, das Sparmaßnahmen umfasst. Der erste Wahlgang im Senat ist am 29. Februar geplant, der Wahltermin im Universitätsrat steht noch nicht fest. Für die Wahl ist das Votum beider Gremien notwendig.

Mehr Geld aus der Landeskasse kann die Hochschule ab 2014, wenn der gegenwärtige Drei-Jahres- Etat ausläuft, auf keinen Fall erwarten, so die Position der Landesregierung. „Wir stehen vor Einsparungen im Gesamthaushalt der Uni und den Einzelfakultäten“, räumte gestern der Vorsitzende des Universitätsrates, der Baseler Professor Ulrich Gäbler ein. Den Plan des Universitätspräsidiums sieht er als eine „taugliche Ausgangsbasis für einen Prozess der Restrukturierung“.

Das am Dienstag und Mittwoch in Hochschulrat und Senat diskutierte Konzept geht davon aus, dass im Uni-Etat ohne Inflationsausgleich bis 2020 ein Loch von 71 Millionen Euro klaffen wird. Volker Linneweber hatte in der vergangenen Woche bereits härtere Einschnitte in drei Bereichen angekündigt. Wie am Rand der Sitzungen der beiden Uni-Gremien zu erfahren war, umfasst der Strukturplan unter anderem deutliche Kürzungsvorschläge in den Ingenieurwissenschaften, vor allem in der Mechatronik. Professor Albrecht Ott, Studiendekan der Fakultät, kritisierte gestern: „Da wird Hals über Kopf etwas abgebaut, was gerade aufgebaut werden sollte.“

Ob die im Strukturkonzept geplanten Kürzungen ausreichen werden, ist allerdings nicht sicher. Denn im Entwicklungsplan seien im aktuellen Haushalt als Einmalzahlungen deklarierte Leistungen der Landesregierung bis Ende des Jahrzehnts verlängert worden, erklärte gestern Gerhard Wack (CDU), Staatssekretär im Finanzministerium. Dafür gebe es keine Landeszusagen. „Da gibt es Nachbesserungsbedarf“, so der Staatssekretär. Über das Thema solle Anfang April im Universitätsrat gesprochen werden. by

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