A8 Luxemburg Richtung Saarlouis Zwischen AS Perl-Borg und Tunnel Pellinger Berg Gefahr durch defekten LKW (14:43)

A8

Priorität: Sehr dringend

22°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
22°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Uni und HTW koppeln Ausbildung

Angehende Ingenieure können künftig in Saarbrücken ein Studium beginnen, das Lehr-Elemente der Universität und der Hochschule für Technik und Wirtschaft enthält. Ein neues Zentrum macht dies möglich.

Saarbrücken. Bei der gemeinsamen Ingenieur-Ausbildung der Universität des Saarlandes und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) ist ein Durchbruch geschafft. Gestern wurde das neue Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (Zema) ins Leben gerufen. Neben den Hochschulen sind auch Organisationen der Saar-Wirtschaft in das Projekt eingebunden.

Am Zema "sollen Studienangebote der Universität und der HTW miteinander verzahnt werden", erläuterte Uni-Präsident Professor Volker Linneweber. "Hinzu kommt, dass das Lehrangebot stark auf die Bedürfnisse der heimischen Industrie zugeschnitten ist", ergänzte HTW-Rektor Professor Wolfgang Cornetz. Eingebunden sind auch der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar) sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK). Sie fördern vier Stiftungsprofessuren, wobei der ME Saar bis zu zwei Millionen Euro beisteuert und die IHK 500 000 Euro zugesagt hat. Jeweils zwei Stiftungsprofessuren werden bei der Uni angesiedelt (zum einen "Aufbau- und Verbindungstechnik beziehungsweise Mikrointegration und Zuverlässigkeit" sowie "unkonventionelle Aktorik"). Ansprechpartner an der Universität ist Professor Andreas Schütze (Mechatronik). Die HTW erhält die Stiftungsprofessuren "Fluidmechatronik" sowie "Mechatronische Konstruktionen und Feinwerktechnik". Das Projekt liegt in Händen von Professor Günter Schultes, HTW-Prorektor für Forschung und Wissenstransfer.  Im Zema können 25 junge Leute zusätzlich zu dem bisherigen Angebot ein Studium aufnehmen - wenn alles glatt läuft, ist das bereits ab dem kommenden Wintersemester möglich.

Das Land steuert in den nächsten fünf Jahren rund 20 Millionen Euro bei. "Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um dem Mangel an hochqualifizierten Ingenieuren entgegenzuwirken", sagte Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel bei der Unterzeichnung des Abkommens. Das Zema ist auch kein geschlossener Club. In den kommenden Wochen soll eine gemeinnützige GmbH gegründet werden. An ihr können sich saarländische Unternehmen beteiligen, die sich von den neuen Fachrichtungen etwas für ihre Nachwuchsarbeit versprechen. Die Präsidenten von ME Saar, Georg Weisweiler, und der IHK, Richard Weber, riefen die Unternehmen dazu auf, das neue Angebot rege zu nutzen. Das Zema will auch mit Leitprojekten technische Probleme der saarländischen Industrie angehen, beispielsweise bei der Optimierung von Fertigungs-Abläufen.

Das Zentrum soll zunächst in der HTW-Halle im Saarbrücker IT-Park (HTZ) angesiedelt werden. Allerdings ist in absehbarer Zeit "ein Neubau geplant", sagte Minister Rippel.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein