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Uniklinikum Homburg: Saarlands Vorzeige-Baustelle läuft nach Plan

Homburg. Das Homburger Großklinikum mit seinen rund 5500 Mitarbeitern ist jedes Jahr spät dran mit seinem Neujahrsempfang - das ist aber so gewollt und hat Tradition. Denn wie sonst soll man all die Ehrengäste und Politiker unter einen Hut bekommen, die ohnehin im Januar sämtliche Neujahrsempfänge zu absolvieren haben?

Hinzu kommt, dass sich bei den häufig wechselnden politischen Mehrheiten die Gäste aus der Landespolitik beim Empfang ständig neu zusammensetzen. Daraus abzuleiten, dass es bei dem auf knapp 200 Millionen Euro veranschlagten Großprojekt „Modernisierung des Uniklinikums“ als Folge davon ebenfalls zu Verwerfungen kommen könnte, ist grundfalsch. Mögen sich in Saarbrücken ständig neue Minister die Klinke in die Hand geben, so ist davon in Homburg wenig zu spüren. Schlag auf Schlag wird seit drei Jahren ein Neubau nach dem anderen pünktlich abgewickelt, werden ohne großes Brimborium neue Labore, Behandlungsräume, medizinische Zentren und Bettenstationen eingeweiht und in Betrieb genommen.

Die Augenklinik, die Strahlentherapie mit den modernsten Geräten, die Kinder- und Jugendpsychiatrie, die Urologie, die Neurologie, die Transfusionsmedizin, ein Verfügungsgebäude - seit 2010 Jahren entstehen neue, top ausgestattete Räumlichkeiten. Den Löwenanteil der Modernisierung stemmt das Uniklinikum selbst.

„Wir sind, wie jeder Bauherr, zur Bank gegangen und haben uns das Geld geliehen“, erläutert der kaufmännische Direktor, Ulrich Kerle. Dass die Bank das Vertrauen hatte, 110 Millionen Euro allein für den Neubau der Inneren Medizin locker zu machen, wird hauptsächlich durch die gute Leistung der Ärzte und Pfleger erreicht.

Nur ein Klinikum, das steigende Patientenzahlen verzeichnet, kann sich halten. Zum wertvollsten Gut gehört die saarlandweit einmalige Ausstattung der Notfallmedizin. 365 Tage im Jahr 24 Stunden mit allen Spezialisten bereit zu stehen - das kann nur ein medizinischer Großbetrieb wie ein Uniklinikum leisten. maa

AUF EINEN BLICK

Im Jahr 2005 beschloss die damalige Leitungsspitze des Klinikums, Professor Hans Köhler und der kaufmännische Direktor Ulrich Kerle, ein ganz neues Konzept für das gesamte Uniklinikum zu entwickeln. 2006 wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt, den die Firma Nickl aus München gewann. Ihr Konzept: Zentralisierung der 14 internistischen Gebäude.

Größtes Projekt ist die Fertigstellung des Gebäudes der Inneren Medizin für 140 Millionen Euro. Architektenbüro: Woerner und Partner. Grundsteinlegung war im Sommer 2012. Für Juni/Juli 2013 ist das Richtfest geplant. Ab April 2014 wird mit dem Innenausbau begonnen. Im Dezember 2014 soll der erste Bauabschnitt fertig sein, der Umzug der Patienten erfolgen. Das alte Bettenhaus (Gebäude 40) wird abgerissen.

2016 folgt der zweite Bauabschnitt. Die Nettofläche des neuen Gebäudes soll insgesamt 19 500 Quadratmeter betragen. Darin sind enthalten: eine zentrale Notaufnahme, ein diagnostisches Zentrum mit drei Herzkathetermessplätzen, Kernspin- und Computertomographen und eine neue Endoskopie, 420 Betten, darunter 20 Intensiv-Betten.

Der Bau ist fünfgeschossig angelegt: ein Erdgeschoss für Forschung und Lehre, zwei Ebenen für Untersuchung und Behandlung, zwei Ebenen für die Betten.

Die Fassade wird in Grün-weiß gehalten und soll sich damit optisch in den parkähnlichen Campus einfügen. Herzstück für die Besucher ist der zentrale Eingang, der von einer gläserenen Cafeteria überragt wird.

Finanzierung: 110 Millionen Euro stemmt das Klinikum selbst, 30 Millionen kommen vom Land hinzu.

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