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Universitätsrat stimmt zu: Drei Fakultäten fallen weg

Die neue Hochschulstruktur wird konkreter.

Die neue Hochschulstruktur wird konkreter.

Der Universitätsrat, das Aufsichtsgremium der Saar-Uni, unterstützt das Konzept des Präsidiums zur Reorganisation der Hochschule, so der Vorsitzende Professor Günter Stock. Das vertrauliche Papier, das vergangene Woche öffentlich geworden war, greift die bis 2020 reichenden Finanzvorgaben der Landesregierung auf und setzt sie in ein Sparprogramm für den Campus um (wir haben berichtet). Es sieht die Verkleinerung von acht auf fünf Fakultäten , Kürzungen deren Etats um bis zu 25 Prozent und Einsparungen in der Verwaltung vor. Knapp 120 Millionen Euro sollen eingespart werden.

Der Universitätsrat, so Stock, habe in seiner jüngsten Sitzung die neue Fakultätsstruktur und die geplante Einrichtung einer Europa-Fakultät gutgeheißen. Das sei die richtige Linie, so der Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Auch der Plan der Uni-Leitung, enger mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) zu kooperieren, wobei die Universität in den Wirtschafts- und die HTW in den Ingenieurwissenschaften den Schwerpunkt setzen könnte, sei positiv aufgenommen worden.

Die Universität werde künftig nicht alle Fächer behalten können, so Stock. Zu klären bleibe zudem, ob das bisher berechnete Einsparvolumen für die Reorganisation ausreichen werde. „Die Universität kann sich nicht bis zum letzten Cent so verausgaben, dass ihr keine strategischen Freiräume bleiben“, so der Vorsitzende des Universitätsrates. In dieser Frage gebe es keinen Beschluss, das Gremium werde über das Thema in seinen kommenden Zusammenkünften weiter beraten, möglicherweise bei einer Sondersitzung im Herbst.

Dabei werde auch über die Frage diskutiert, wie die Landesregierung die künftig durch die Bafög-Neuregelung freiwerdenden fünf Millionen Euro für die Hochschulen verwenden solle. Hier sei das Saarland objektiv schlecht weggekommen, so Stock. Der Vorsitzende des Universitätsrats warnt nachdrücklich davor, mit den Bafög-Millionen allgemeine Haushaltslöcher im Etat des Landes stopfen zu wollen. Am besten sei es, sie für die Finanzierung „strategischer Optionen“ an den Hochschulen zu verwenden. Auf einen Blick Die Saar-Uni soll auf fünf Fakultäten schrumpfen. Eine Europafakultät (Geistes- und Rechtswissenschaften ), eine Medizin-Fakultät und eine der Human- und Wirtschaftswissenschaften. Mathematik und Informatik sollen zusammengefasst werden, dazu kommt eine Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät.
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