L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Unterwegs zur Natur für Bürger

Keine Glasglocke fürs Warndtwald-Idyll: Auch am Teich, in den sich die Sprossmannsquelle ergießt, dürfen Spaziergänger nun jenseits der Wege auf Entdeckungstour gehen. Archivfoto: Becker & Bredel

Keine Glasglocke fürs Warndtwald-Idyll: Auch am Teich, in den sich die Sprossmannsquelle ergießt, dürfen Spaziergänger nun jenseits der Wege auf Entdeckungstour gehen. Archivfoto: Becker & Bredel

Als im Januar die Verordnung bekannt wurde, mit der der saarländische Innenminister Reinhold Jost ( SPD ) den Warndt zum Naturschutzgebiet machen will, hagelte es Kritik. Reichlich Einschränkungen für die Bürger sah der Text aus Josts Haus vor. Betreten abseits der Wege verboten, also kein Beeren- oder Pilzesammeln mehr; Lagerfeuer strengstens untersagt, also kein abendliches Stockbrotbacken beim Waldpädagogik-Ausflug. Räte und Verwaltungen in Großrosseln und Völklingen wiesen kritisch darauf hin, dass Glasglocken-Naturschutz die Sympathie der Bürger zum Naturschutz nicht eben fördere. Und dass die Art, wie Bürger den Warndtwald – immerhin eine mehr als 5000 Hektar große Fläche – bisher nutzten, mit Naturschutz-Zielen gut zusammenpasse. Der Regionalverband erinnerte daran, dass der Warndt schon jetzt ein wichtiges Naherholungsziel ist und da weiterentwickelt werden sollte. Jost versprach Nachbesserungen. Und versicherte, der Warndt werde ein Bürgerwald bleiben.

 

Die jüngste Fassung des Verordnungsentwurfs, auf der Internetseite des Ministeriums nachzulesen, sieht in der Tat viel bürgerfreundlicher aus als ihre Vorgängerin. Das beginnt bereits beim Technischen: Die Detailkarten, zuvor Riesendateien mit ewig langen Ladezeiten, haben jetzt handliches Datenformat. Die Übersichtskarte zeigt Ortsnamen und Topografie, man kann sich rasch orientieren. Und es gibt Änderungen im Text, zum schnellen Auffinden farbig hervorgehoben.

 

Die wichtigsten Änderungen betreffen das, was im Naturschutzgebiet Warndt künftig verboten und erlaubt sein soll. Ausdrücklich ist zum Beispiel erwähnt, dass auch im Naturschutzgebiet die „Handstraußregel“ gilt: Jeder darf, zu Fuß, auch abseits offizieller Wege in den Wald und „schonend“ Blumen, Beeren, Kräuter und Pilze pflücken. Ausdrücklich sind Veranstaltungen im Wald erlaubt, sogar mit recht großen Teilnehmerzahlen – insbesondere solche, die waldpädagogischen oder naturkundlichen Zielen dienen. Und auch Tische und Bänke für Wanderer haben nun offiziellen Segen. Info-Abende mit Minister Jost: Montag, 20. Juni, 18 Uhr, Rosseltalhalle in Großrosseln, und Montag, 11. Juli, 17.30 Uhr, in Völklingen.

 

saarland.de/137154.htm

 

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