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Unwetter in Berschweiler und Dirmingen: Wasserwalzen rasen durch die Orte

Unwetter in Berschweiler

Unwetter in Berschweiler

„Dramatische Szene spielen sich hier ab“: Mit diesen Worten meldete sich Feuerwehr-Sprecher Dirk Schäfer am Dienstag kurz vor 17 Uhr in der St. Wendeler Redaktion. Damit beschrieb er die Lage während und nach dem Unwetter in Berschweiler. Gegen 14 Uhr zog die Gewitterfront über den 1100 Einwohner zählenden Ort hinweg. Wassermassen ergossen sich aus den tiefgrauen Wolken. Laut Schäfer ist die komplette Ortslage betroffen. Häuser und Straßen sind überflutet. „Das Wasser lief hinten ins Haus rein und zur Haustür wieder raus“, schildert der Feuerwehr-Sprecher. Straßen sind unpassierbar, teils unterspült. Probleme bereiten auch aufgeschwemmte Heizöl-Tanks. Zudem meldet Schäfer gegen 18 Uhr Stromausfall in Marpingen und Berschweiler. Wie lange der andauere, kann er nicht einschätzen. Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume seien schuld, dass die Bewohner ohne Strom sind. Die Feuerwehr der Gemeinde Marpingen und Einsatzkräfte aus der Gemeinde Tholey kämpfen gegen die Wassermassen. Menschen sind laut Feuerwehrsprecher nicht verletzt worden.


Gegen 18.30 Uhr die nächste Hiobsbotschaft: Eine unterirdische Wasserblase drückt hinter zwei Wohnhäusern, der Hang droht dadurch abzurutschen. Ein Geologe wurde zu Rate gezogen und auch das Technische Hilfswerk.(THW) eingeschaltet. Über 130 Helfer sind im Einsatz – viel mehr als am Samstag, als der Marpinger Ortsteil das erste Mal durch sintflutartige Regenfälle während eines unwetterartigen Gewitters geflutet worden war.

Auch kurz hinter der Grenze des St..Wendeler Landes, im Landkreis Neunkirchen, spielen sich dramatische Szene ab. Dirmingen (Gemeinde Eppelborn) hat das Unwetter mit voller Härte getroffen. Schäfer spricht von Szenen wie vergangene Woche in Braunsbach. Ende Mai hatte eine Sturzflut den 900-Einwohner-Ort in Baden-Württemberg verwüstet. In Dirmingen sind ebenfalls die lokalen und benachbarten Hilfskräfte im Einsatz. In letzter Sekunde rettete die Feuerwehr eine Frau aus ihrer Wohnung in der Ortsmitte. Wie eine Walze schoss Wasser durch den Ort und flutete ihr Haus. „Die Bewohnerin kann nicht schwimmen und wäre dort ertrunken“, berichtet Schäfer.

Unterdessen berichten Menschen, dass sie nicht mehr aus dem völlig gefluteten Ort hinauskommen. „Straßen sind aufgerissen, Bürgersteige mitgerissen“, schildert eine Augenzeugin. „Hier sieht es aus wie im Krieg, da sind keine Bürgersteige mehr.“ Dabei habe es gar nicht so lange geregnet. Die Wehr wisse gar nicht, wo sie das Wasser hinpumpen solle. Die Straßen sind voll, die Häuser auch.
 



 
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