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Urlaubsziele: Mallorca oder Türkei fast ausgebucht

Saarbrücken. Wer auf der Suche nach Sommer, Sonne, Strand und Meer ist, der kommt schon seit Tagen nicht mehr um ein Wort herum: Flexibilität. Quasi auf den letzten Drücker wollten viele Saarländer dem miesen Wetter in den Sommerferien entfliehen und den Regenschirm gegen einen Sonnenschirm tauschen. Aber kurzfristig ab in den Süden, das war per Flieger gar nicht so einfach, wie Reisebüros am Flughafen Saarbrücken bestätigten. Viele Flugreisen sind seit Wochen ausgebucht, zumindest von Saarbrücken oder Zweibrücken aus. Und wer den Bus nehmen wollte, erlebte ähnliche Enttäuschungen.

Philipp Stegner vom Reisebüro „Fliegen ab Ensheim“ musste vielen Spontanurlaubern die Hoffnung auf ein sonniges Reiseziel nehmen. Von den Flughäfen Saarbrücken und Zweibrücken aus sei kaum noch etwas frei gewesen. Wer weg wollte, musste auf Flughäfen in Frankfurt oder gar Stuttgart ausweichen. „Die Nachfrage war sehr stark“, sagt Stegner. Durch das schlechte Wetter schätzt er einen zusätzlichen Ansturm von bis zu 20 Prozent auf die ohnehin schon gerne gebuchten Reiseziele. Gefragt waren Urlaubsziele wie die Türkei, Mallorca oder Bulgarien, selbst Tunesien sei trotz politischer Unruhen wieder vermehrt nachgefragt worden.

Wer sich bei Reisezielen, Reisezeiten, Ab- und Ankunftsflughäfen flexibel zeigte, für den hatten einige Reiseveranstalter noch wenige sonnige Plätzchen im Angebot. Wer allerdings der Meinung war, durch Last-Minute ein Schnäppchen zu machen, der wurde enttäuscht. „Wer kurzfristig bucht, zahlt mehr“, sagt Stegner. Wer auf Last-Minute-Angebote aus sei, müsse wenigstens zwei Wochen vor Reisebeginn zuschlagen. Was in diesem Jahr allerdings überraschend günstig angeboten wurde, waren Reiseziele in Griechenland. „Sonst sind die griechischen Inseln mit die teuersten Flugreisen, heute werden sie durch die Krise wesentlich günstiger angeboten.“ Stegner glaubt, so günstig wie jetzt kämen die Urlauber nicht mehr nach Griechenland.

Wer mit dem Flieger die Reise nicht antreten konnte, hatte ja immer noch die Möglichkeit auf den Bus auszuweichen. Auch dort stieg die Anfrage in den letzten Wochen rasant an. „Wir waren gut ausgebucht“, erklärt Sandra Guiliani vom Unternehmen Sunshine-Busreisen. Costa Brava und Costa Dorada werden zwei Mal die Woche angefahren, die italienische Adria einmal wöchentlich. „Mit freien Plätzen sieht es jetzt sehr, sehr schlecht aus“, sagt Guiliani. Außerdem sei die Nachfrage bei Städtereisen oder Ausflügen in Ferienparks gestiegen. Hier sei die Devise gewesen, wenn schon nicht in den Urlaub, dann wenigstens für einen Tag etwas Schönes mit der Familie erleben. Bei Anton Götten Reisen wollten überwiegend Familien kurzfristig verreisen. Bei Flugreisen sei auch hier Flexibilität gefragt gewesen, wie Gerda Bettinger vom Reiseanbieter erklärt. Selbst Busreisen seien zeitweise ausgebucht gewesen.

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