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Urteil: Aus fürs Don-Bosco-Internat im Saarland

Das Schulhaus des Don-Basco-Schulvereins.  in Saarbrücken: Der erzkonservative Don-Bosco-Schulverein darf neben seiner erweiterten Herz-Jesu-Realschule in Fechingen kein Internat mit 24 Plätzen betreiben.

Das Schulhaus des Don-Basco-Schulvereins. in Saarbrücken: Der erzkonservative Don-Bosco-Schulverein darf neben seiner erweiterten Herz-Jesu-Realschule in Fechingen kein Internat mit 24 Plätzen betreiben.

Saarlouis. Mit Enttäuschung haben am Freitag Sympathisanten des erzkatholischen Don-Bosco-Schulvereins auf das Urteil des Verwaltungsgerichts in ihrer Sache reagiert. Gemeinsam waren Alt und Jung aus dem Umfeld der konservativen Piusbruderschaft nach Saarlouis gekommen, um zu hören, wie es mit ihrer Herz-Jesu-Realschule und dem zur Ergänzung beantragten Internat mit 24 Plätzen weitergeht. Dort sollen die Herz-Jesu-Schüler untergebracht werden, die von ihren Eltern an die Privatschule geschickt wurden und im Saarland bei Pflegefamilien leben.

Aber das Verwaltungsgericht machte nicht mit. Die Richter wiesen die Klage des Schulvereins ab und bestätigten die entsprechende Entscheidung des Sozialministeriums vom Sommer 2011. Das hatte damals den Antrag des Schulvereins auf Zulassung des Internatsbetriebes abgelehnt. Begründung: Das Wohl von Kindern und Jugendlichen im geplanten Internat sei nicht gewährleistet. Dem Schulträger fehle es an der erforderlichen Zuverlässigkeit. Außerdem besitze die Leitungsebene nicht die laut Gesetz erforderliche fachliche und persönliche Eignung. Gestützt werde diese Einschätzung durch Vorkommnisse der Vergangenheit rund um den Vorläufer des aktuell beantragten Internats.

Dieses erste Internat war 2007 mit acht Plätzen genehmigt worden. Drei Jahre später wurde die Erlaubnis wegen Unzuverlässigkeit des Betreibers und Gefährdung des Kindeswohls widerrufen: Das Internat sei statt mit acht mit bis zu 26 Plätzen und damit illegal betrieben worden. Es habe bis zu 18 Schüler extern ohne Erlaubnis in Wohngruppen untergebracht, dies systematisch verschleiert und die Schüler so der staatlichen Kontrolle entzogen. Verwaltungsgericht und Oberverwaltungsgericht bestätigten 2011 diese Schließung des ersten Internats. Allerdings erlaubten die Richter 2012 den Weiterbetrieb der Herz-Jesu-Realschule und einer Grundschule. Folge: Diese normalen Privatschulen darf der Verein weiter betreiben; ein Internat nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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