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Urteil: Vergewaltiger muss hinter Gittern

Saarbrücken/St. Ingbert. Zweieinhalb Jahre Haft ohne Bewährung wegen der Vergewaltigung einer 14-jährigen Schülerin: Das Landgericht hat gestern das Urteil über einen 26 Jahre alten Mann aus St. Ingbert gesprochen. Hätte der Verurteilte eine andere Verteidigungsstrategie gewählt, hätte die Schülerin nicht aussagen müssen – und er wäre mit Bewährung davon gekommen.

Zweimal habe sich der Mann in seinem Auto an der 14-jährigen Schülerin sexuell vergangen, lautete die Anklage. Im Prozess stand Aussage gegen Aussage. Der türkischstämmige Angeklagte behauptete, an dem Tag der Tat im März 2011 kein Auto zur Verfügung gehabt zu haben. Auch nannte er verschiedene Alibi-Zeugen. Er habe sich zwar mit der Schülerin zu einem Rendezvous verabredet, sie dann aber versetzt. Mit dem Vorwurf der Vergewaltigung wolle sie sich dafür an ihm rächen, hieß es in seiner Verteidigung.

Die Zeugenaussage der Schülerin fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Mädchen bestätigte, dass sich gerade ein Liebesverhältnis zwischen beiden zu entwickeln begann und dass sie freiwillig mit dem Angeklagten in den Wald gefahren war. Aber einen sexuellen Kontakt habe sie nicht gewollt, sie sei dazu gezwungen worden.

Belastende Spur im Wald

Im Laufe des Prozesses brach das Alibi des Angeklagten zusammen. Tage später fuhr die Polizei mit dem Mädchen in den Wald zum Tatort, wo noch ein Tuch – es war von einem Lätzchen die Rede – mit genetischem Material des Angeklagten gefunden wurde. Sie hatte sich nach dem Vorfall damit gesäubert und es aus dem Wagen geworfen.
Hätte der Angeklagte die Schülerin nicht als Lügnerin dargestellt und ihr die Aussage erspart, wäre das Urteil deutlich milder ausgefallen. Er hätte sich darauf berufen können, dass er die Ernsthaftigkeit des Widerstandes der 14-Jährigen nicht erkennen konnte. 

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