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VDK-Mitglieder aus dem Saarland wurden für offizielle Trauerfeier in Verdun erst ein- und dann wieder ausgeladen

Regelmäßig pflegen die Mitglieder des VDK Saar Kriegsgräber auf Schlachtfeldern rund um Verdun in Lothringen. Foto: Roth/dpa

Regelmäßig pflegen die Mitglieder des VDK Saar Kriegsgräber auf Schlachtfeldern rund um Verdun in Lothringen. Foto: Roth/dpa

Eine Kommunikationspanne hat für mächtig Ärger bei Mitgliedern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) gesorgt. Anfang des Jahres, als klar wurde, dass vor dem Staatsakt in Verdun eine Kranzniederlegung auf dem nahegelegenen Friedhof von Consenvoye stattfinden würde, sei vom Auswärtigen Amt über die VDK-Bundesgeschäftsstelle in Kassel die Bitte gekommen, Ehrenamtler aus dem Saarland dazu einzuladen, erzählt der Geschäftsführer des VDK im Saarland, Carsten Baus.

 

„Wir haben das in die Wege geleitet und unsere Mitglieder eingeladen. Das sind Männer und Frauen, die sich seit Jahren ehrenamtlich sehr stark für die Pflege der Kriegsgräber vor allem hier in der Grenzregion und für eine lebendige Erinnerungskultur einsetzen“, sagt Baus. Auch Mitglieder der Reservistenkameradschaft Marine Saarland, die in diesem Bereich großes Engagement zeigen, sollten mit von der Partie sein. Insgesamt hatten sich 83 Mitglieder beider Organisationen verbindlich angemeldet. „Sie haben sich darauf gefreut, dass ihr Engagement dadurch gewürdigt wird. Manche haben sich dafür extra frei genommen“, meint Baus.

 

Doch knapp drei Wochen vor der Gedenkfeier kam ein Anruf aus Kassel in die VDK-Landesgeschäftsstelle in Riegelsberg . „Man hat uns abgesagt. Frankreich als Ausrichter hätte sich darüber erstaunt gezeigt, dass über die Regierungsdelegationen hinaus weitere deutsche Gäste eingeladen worden seien“, sagt Baus. Daraufhin wendeten sich Carsten Baus und VDK-Landesvorsitzender Werner Hillen an Kanzleramtsminister Peter Altmaier ( CDU ). „Er hat sich schnell zurückgemeldet und sich für uns eingesetzt, doch am Ende konnte nicht erreicht werden, dass alle unsere Ehrenamtler mitkommen. Nur 50 Gäste seien zugelassen“, so Baus. Das von deutscher und französischer Seite auf höchster Ebene vereinbarte Kontingent konnte nicht erweitert werden, teilte der Bundesminister mit. „Unter diesen Bedingungen wollten wir nicht teilnehmen. Entweder dürfen alle mitkommen oder niemand“, so Hillen. Die ganze Gruppe aus Lebach habe zum Beispiel daraufhin abgesagt. „Das ist besonders traurig, weil diese Leute jedes Jahr eine Woche ihrer Zeit schenken, um genau auf diesem Friedhof in Consenvoye die Gräber zu pflegen“, betont Baus. In den letzten fünf Jahren waren das 120 Arbeitstage. Durch solche Aktionen werden nicht nur Kriegsgräber gepflegt, sondern auch die Freundschaft zwischen den Bürgern aus den Orten beiderseits der Grenze, erzählt Gerhard Kasper von der Reservistenkameradschaft. Absprachen, die auf hoher Ebene schwierig erscheinen, klappten in der Region einwandfrei. „Wir Reservisten wurden auf jeder Befreiungsfeier in Lothringen eingeladen und waren mit Freude dabei“, so Kasper.

 

Auch die Teilnahme von rund 4000 deutschen und französischen Jugendlichen an den Feierlichkeiten in Verdun war ein Erfolg. „Dass junge Menschen beider Länder zusammen in Verdun die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg wachhalten, ist extrem wichtig. Die nächste Generation in diese Gedenkfeier einzubinden, war absolut richtig. Nur schade, dass diejenigen, die durch ihre ehrenamtliche Arbeit das Gedenken an die Toten auch pflegen, nicht in der gleichen Art und Weise berücksichtigt wurden“, bedauert Hillen. Ganz verzichten wollten die Helfer auf ihren Tag in Verdun dann doch nicht und organisierten eine eigene Fahrt. Ohne spezielle Genehmigung kamen sie aber nicht sehr weit. „Wir haben versucht, uns den Prozessionszug anzuschauen, aber wir standen weit hinten“, schildert Baus. Und da es an dem Tag stark regnete, hätten die Saarländer dann nur auf Regenschirme geblickt.
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