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VIel zu tun am Saarbrücker Flughafen, um den Flugbetrieb zu sichern

Flughafens Ensheim

Flughafens Ensheim

Saarbrücken. Uwe Schröder drückt das Gaspedal durch. Der weiße Chevrolet schießt über die Start- und Landebahn. Auf dem Beifahrersitz steht ein Laptop, auf dem Zahlen und Kurven aufblinken. Hinten am Wagen hängt eine kleiner, gelber Anhänger, der pausenlos neue Daten an den Laptop sendet. "Ich brauche eine konstante Geschwindigkeit von 65 Stundenkilometer", sagt Schröder. Während der Fahrt errechnet der Computer die Bremswirkung der Bahn. Schröder prüft, ob Flugzeuge hier sicher starten und landen können.

Der Mann in der gelben Warnweste ist Verkehrsassistent am Saarbrücker Flughafen. Während seiner Schicht ist er für den gesamten Flughafen-Betrieb verantwortlich - von der Abfertigung der Flugzeuge, bis hin zur Herrichtung der Start- und Landebahn. Dafür koordiniert er pro Schicht die Arbeit von zwölf Mitarbeitern. Vier weitere sind jederzeit in Rufbereitschaft.

Links uns rechts neben der Start- und Landebahn liegt eine dicke Schneedecke. Die Bahn selbst ist geräumt. Der Chevrolet kommt zum Stehen. Der Computer hat einen Bremskoeffizienten von 0,74 errechnet. "Das ist für die derzeitigen Witterungsverhältnisse ein optimaler Wert", sagt Schröder. Die Skala beginnt bei 0, ab einem Wert von 0,36 sind in Saarbrücken Starts und Landungen möglich. Um solche Werte erreichen zu können, muss die Start- und Landebahn derzeit häufig von Neuschnee befreit werden. Dafür kommt ein großes, orangenes Fahrzeug zum Einsatz, das den Schnee in drei Etappen von der Bahn räumt: Vorn beseitigt ein Räumschild das Gröbste, dahinter fegt ein Kehrblasgerät weiteren Schnee von der Bahn.

  Was jetzt noch übrig bleibt, wird von einem Gebläse davongepustet. "Bei nassen Schnee bleibt trotzdem noch viel auf der Bahn kleben", sagt Schröder. Dann bekommt die Bahn zusätzlich eine chemische Enteisung: Die Flughafenmitarbeiter sprühen ein spezielles Taumittel auf die Bahn. Das ist nicht nur hoch wirksam, sondern auch teuer: Gut 0,7 Liter davon kosten 1,13 Euro. "Heute morgen haben wir 2400 Liter davon auf die Bahn gesprüht", sagt Schröder. Das geschehe zum Teil mehrmals am Tag. Die Kosten für die Herrichtung der Start- und Landebahn sowie der Zubringer-Bahnen trägt der Flughafen.

Dagegen bezahlen die Fluggesellschaften die Enteisung ihrer Maschinen. Auch das fällt in den Zuständigkeitsbereich von Schröder. Um eine Vereisung der Tragflächen und des Leitwerks zu verhindern, wird das Flugzeug mit einem speziellen Enteisungsmittel besprüht. Dieses liefert die Schweizer Firma Clariant nach Saarbrücken. Das Unternehmen hat derzeit Lieferschwierigkeit. Noch kein Problem für den Saarbrücker Flughafen, heißt es: "Wir haben noch genug da", sagt Verkehrsassistent Michael Eberling, der Schröder nach dessen Schicht ablöst.

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