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VKU Saar: Ohne Kraftwerke hat auch die Industrie keine Chance

Werner Spaniol

Werner Spaniol

Saarbrücken. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) Saarland setzt sich dafür ein, dass die Energiewirtschaft an der Saar stärker gemeinsam agiert, damit das Energieland Saar nicht noch mehr an Boden verliert. "Wir müssen die Entscheidungskompetenzen, die wir im Land noch haben, unbedingt halten", betonte der Landesgruppenvorsitzende des Verbandes, Werner Spaniol, bei einem Gespräch mit Journalisten. Denn der Wettbewerb im Strom- sowie Gasgeschäft sowie die Regulierung der Netze "wird dazu führen, dass die bereits schmalen Margen immer geringer werden". Es besteht die Gefahr, dass es irgendwann nur noch Großanbieter gibt, "die uns dann ihre Preise diktieren", befürchtet Spaniol. "Wir haben schon zu viele Kompetenzen an die Ruhr oder nach Luxemburg abgeben müssen."

Der VKU Saar fordert in diesem Zusammenhang, dass die bestehenden Kraftwerke im Land gesichert und "ideologiefrei erneuert werden müssen". "Wenn es die Kraftwerke nicht mehr gibt, wandert über kurz oder lang auch die Industrie aus dem Land ab", ist Ralf Levacher, stellvertretender VKU-Landesgruppenvorsitzender, überzeugt. Denn viele Industrie-Unternehmen "benötigen Kraftwerke in unmittelbarer Nähe". Der Verband setzt sich außerdem dafür ein, dass die dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung stärker genutzt und weiter ausgebaut wird - und das in Verbindung dem Ausbau der Fernwärme beziehungsweise mit neuen Nahwärme-Inseln. Hier könnten auch die kommunalen Unternehmen als Energie-Erzeuger auftreten und seien damit unabhängiger vom Einkauf bei den Großen.

Dem VKU Saar sind 22 kommunalwirtschaftliche Unternehmen angeschlossen. Sie beschäftigen nach eigenen Angaben 3000 Mitarbeiter und versorgen rund 50 Prozent aller Saarländer mit Strom, Gas oder Wasser. Die Betriebe investieren rund 70 Millionen Euro pro Jahr in ihre Infrastruktur (Netze oder Zähler). low

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