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VSE startet Stromverkauf im Elsass

Saarbrücken. Die saarländische VSE-Gruppe steigt in den französischen Energiemarkt ein. Partner ist der regionale Versorger Gaz de Strasbourg (GDS). Die Verträge für die Zusammenarbeit seien vor einigen Tagen unterschrieben worden, sagte Tim Hartmann (Foto: SZ), Vorstand der VSE. Dabei geht es zum Auftakt um den Verkauf von Strom. Der Vertrieb läuft über das Unternehmen Enterest, einer Vertriebstochter von GDS. Bislang hatte das Unternehmen, das mehrheitlich der Stadt Straßburg gehört, nur Gas verkauft. Rund 110 000 Kunden betreut GDS im Elsass.

Die VSE, die knapp doppelt so viele Kunden hat, will nun mit dem Partner "den französischen Kunden innovative Produkte und Kombi-Dienstleistungen" anbieten - also Kombinationstarife für die Gas- und Stromlieferung, so Hartmann. Die ersten Privatkunden habe man bereits gewonnen.

Die Liberalisierung des Strommarktes steht in Frankreich noch am Anfang. Eine Vielfalt von Tarifen wie in Deutschland gibt es dort noch nicht. Der Strommarkt ist völlig vom Staatskonzern EDF beherscht und der Wettbewerb durch staatliche Vorgaben für die Tarifgestaltung beschränkt. Nur drei Stadtwerke behaupten sich laut Hartmann in ganz Frankreich neben EDF: in Metz, Bordeaux und Straßburg. Er rechnet aber mit einer weiteren Öffnung des französischen Marktes - nicht zuletzt durch den Druck Brüssels. Er kann sich dann auch eine Ausdehnung der Strom-Aktivitäten vom Elsass auf angrenzende Regionen in Frankreich vorstellen. Die jetzige Form der Zusammenarbeit mit GDS ist damit nur ein Anfang. "Wir wollen natürlich mehr", sagt Hartmann.  Das bedeutet nicht nur, den Verkauf von Strom in weiten Teilen Frankreichs aufzubauen, sondern auch die Vermarktung der anderen VSE-Unternehmensfelder voranzutreiben: etwa der Telekommunikation und kaufmännischer Dienstleistungen. Ziel sei es, die Vernetzung der VSE in der Großregion weiter auszubauen.

Die VSE-Gruppe erzielte 2008 einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro und beschäftigt 2750 Mitarbeiter. mzt

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