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Vandalen beschmutzen Saarbrücker Erinnerungs-Kunstwerke

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Gerade hat das Max-Ophüls-Festival jede Menge Aufmerksamkeit auf den in Saarbrücken geborenen Regisseur erregt. Zur Erinnerung an den Namensgeber des Festivals steht im Nauwieser Viertel auf dem gleichnamigen Platz eine Stele. Sie ist nicht die einzige Säule dieser Art. Die Stelen sind „Erinnerungsorte“, die von der Saarländischen Gesellschaft für Kulturpolitik e. V. aufgestellt wurden und auf Personen und Orte hinweisen, die die Gesellschaft im kollektiven Gedächtnis verankert sehen möchte. Eine weitere Säule steht neben der Stiftskirche in St. Arnual, sie erinnert an Elisabeth von Lothringen. Friedrich Joachim Stengel ist die Stele vor dem Ludwigsplatz gewidmet, für Johannes Hoffmann gibt es eine vor der Modernen Galerie und für Hermann Wedekind vor dem Staatstheater.

Zu der Stele, die an Max Ophüls erinnert, erhielt die Saarbrücker Zeitung jetzt einen Leserbrief, in dem sich Wolfgang Müller aus Saarbrücken über den Zustand des Erinnerungsortes ärgert. „Es ist eine Schande, dass diese nicht wenigstens aus Anlass des Filmfestivals mal gesäubert wurde“, schrieb er. Tatsächlich ist die Stele unansehnlich verschmiert und bemalt. Grund genug, sich den Zustand der übrigen Stelen auch mal näher anzuschauen. Die Säulen für Elisabeth von Lothringen, Johannes Hoffmann und Friedrich Joachim Stengel sind einwandfrei. Lediglich die Stele für Herrmann Wedekind, die vor dem Theater steht, ist ebenfalls von Menschenhand verunreinigt. Hier sind Spuren eines Aufklebers zu sehen. Doch wer ist zuständig für eine Säuberung der Säulen?

Stadtpressesprecher Thomas Blug sagt dazu: „Die Stelen sind Eigentum der Saarländischen Gesellschaft für Kulturpolitik e.V. Leider ist die Stele auf dem Max-Ophüls-Platz in der Vergangenheit immer wieder Opfer von Vandalismus geworden. Um die Gesellschaft in ihrer Arbeit zu unterstützen, hatten wir im vergangenen Jahr ihre Grundreinigung übernommen. Die Kosten beliefen sich auf mehrere Hundert Euro. Leider wurde sie im Anschluss erneut beschmiert.“ Geschäftsführer der Saarländischen Gesellschaft für Kulturpolitik ist Burkhard Jellonnek. Auch er ist nicht zufrieden mit der Situation.

„Dass der Erinnerungsort für Max Ophüls nach kurzer Zeit wieder so aussieht, das ist nicht nur ärgerlich, das sagt auch viel über unsere ‚Feiergesellschaft’ aus. Es zeigt, dass es Menschen gibt, die keinen Respekt vor fremdem Eigentum haben“, beklagt Jellonnek. Er denkt auch, dass die Stele für Max Ophüls bald wieder gereinigt werde, aber damit sei das Problem nicht gelöst. „Dann sieht sie drei Tage später wieder so aus“, ist Burkhard Jellonnek überzeugt. Für ihn sollte eine generelle Diskussion über das Benehmen gegenüber fremdem Eigentum einsetzen. Die Gesellschaft für Kulturpolitik will jedenfalls Konsequenzen aus dem Fall ziehen. „Wahrscheinlich arbeiten wir in Zukunft mit Folien auf den Stelen. Die kann man zwar auch verschmutzen, aber sie sind wenigstens einfacher und billiger zu reinigen“, sagt Jellonnek.

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