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Vandalen wüten im Steinwald-Gymnasium: Info-Tag abgesagt

Am Freitagnachmittag (31.01.2014) gegen halb fünf war noch alles in Ordnung am Gymnasium am Steinwald. Alle Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür am Samstag waren getroffen, wie die Schulleiterin Karin Weiskircher-Hemmer auf einem letzten Kontrollgang durch das ganze Gebäude feststellte. Am Samstagmorgen (01.02.2014) jedoch bot sich ihr und ihren Kollegen ein schreckliches Bild: Der Durchgang vom Bistro zur Turnhalle war mit Fäkalien verschmiert und mit einem Feuerlöscher besprüht worden.

Nach dem ersten Schock tat sie das einzig Richtige: Die Polizei wurde gerufen, und um jedes Risiko der Gesundheitsgefährdung auszuschließen, die Schule geschlossen und die Veranstaltung abgesagt. Die ersten polizeilichen Untersuchungen führten zu dem Ergebnis, dass keine Tür von außen aufgebrochen wurde und der benutzte Feuerlöscher nicht aus der Schule stammte. Daraus könne man schließen, dass sich eine oder mehrere Personen in dem Gebäude hatten einschließen lassen, so die Einschätzung der Schulleiterin. Als „bösartig und gleichzeitig dumm“ bezeichnete sie die Tat und das, was an den verschmierten Wänden zu lesen war: „GAK > GAS“, also Gymnasium am Krebsberg größer als Gymnasium am Steinwald, das Ganze mit Smileys „verziert“.

Ob der oder die Täter wirklich so dumm waren und noch einen Hinweis auf ihre Herkunft geliefert haben, ist auch für die Polizei, wie es gestern auf SZAnfrage hieß, reine Spekulation. „Das wäre sehr dämlich.“ Ein größeres Problem stellte am Samstagmorgen zunächst der nicht auffindbare Feuerlöscher dar. Anhand seiner Prüfnummer hätte man auf eventuell gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe schließen können.

Hier war die Anwesenheit von Bürgermeister Jörg Aumann, dessen Tochter ebenfalls das Gymnasium am Steinwald besucht, eine große Hilfe. Er informierte den Leiter der Städtischen Feuerwache, Michael Breuer, der innerhalb weniger Minuten vor Ort war, und mit Peter Groben, Lehrer an der Schule und Leiter der Feuerwehr Ottweiler, den Tatort besichtigte. Beide kamen zu dem Schluss, dass es sich nicht um giftige Substanzen handelte, sondern um einfaches Backpulver.

Die Feinstaubbelastung ist dabei das kleinere Übel. Alle Spuren wurden durch die Polizei gesichert, sodass heute eine Reinigungsfirma tätig werden kann. Wie es von Seiten der Polizei gestern hieß, werde der Schaden vermutlich in mehrere Tausend Euro gehen. Die komplette Schule müsse gereinigt werden, da sich das Pulver in jeden Winkel setze. „Die Tatsache, dass wir am Montag einen Kompensationstag und am Dienstag einen Pädagogischen Tag haben, also keinen Schulbetrieb, gibt uns ein bisschen Luft“, sagte Karin Weiskircher- Hemmer. Sie hofft auch, dass die Täter sich vielleicht mit ihrer Aktion brüsten, im Schulbus oder auf diversen Internetplattformen. Hinweise von Jugendlichen, die davon erfahren, wären – auch für die Polizei (Telefon 0 68 21/20 30) – eine große Hilfe.

Dort werden jetzt die Spuren ausgewertet, die Fingerabdrücke abgeglichen, ob sie eventuell zu einem Täter führen. Anzeige wurde erstattet wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Was die Täter erwarten wird, werden sie denn gefasst, hängt laut Polizei ganz davon ab, ob es sich um Wiederholungstäter handelt. „Handelt es sich um jugendliche Ersttäter dann greift vermutlich das Jugendstrafrecht, die werden wohl nicht eingesperrt, müssen aber mit Sozialstunden rechnen.“

Für den stellvertretenden Schulleiter Sascha Schlicker bleibt zu hoffen, dass sich durch diese unsägliche Verwüstung niemand davon abhalten lässt, sein Kind an dieser Schule anzumelden. Jörg Aumann sieht es gelassen: „Die meisten Eltern werden ihre Entscheidung schon getroffen haben und auch dabei bleiben.“

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