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Vandalismus: 3600 € monatlich für kaputte Papierkörbe in Saarbrücken

Die Mitarbeiter des Entsorgungsbetriebs ZKE entdecken auch in der Bahnhofstraße abgetretene Papierkörbe.

Die Mitarbeiter des Entsorgungsbetriebs ZKE entdecken auch in der Bahnhofstraße abgetretene Papierkörbe.

Saarbrücken. Alle paar Wochen bietet sich frühmorgens an der Grülingsstraße, auf der Treppe zum Quartier Eurobahnhof, das gleiche Bild: Zwei abgerissene Abfallbehälter liegen am Boden, inmitten von Müll. Nicht nur hier, auch anderswo in der Innenstadt zerstören Vandalen immer häufiger öffentliche Abfallbehälter. Zwischen 15 und 30 Straßenpapierkörbe werden jeden Monat abgerissen, abgetreten oder auf andere Weise beschädigt, teilt der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) auf Nachfrage mit. Rund 120 Euro kostet es den ZKE und damit auch den Steuerzahler, einen defekten Kunststoffbehälter zu ersetzen, macht bei 30 Stück bis zu 3600 Euro jeden Monat.

Insgesamt 1400 Abfallbehälter hat der ZKE aufgestellt, davon 430 in der Innenstadt. Weitere 1200 Behälter hat das städtische Grünamt aufgestellt. Schon seit einigen Jahren beobachtet der ZKE, dass die Zerstörungen zunehmen, besonders deutlich aber seit vorigen Dezember. „Es ist schwierig, hier Ursachenforschung zu betreiben,“ sagt Klaus Faßbender, Bereichsleiter für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung beim ZKE. Oft scheine die Zerstörungswut aber mit nächtlichem Feiern und erhöhtem Alkoholkonsum zusammenzuhängen. Die Vandalen wüteten hauptsächlich im Umfeld von Diskotheken und Nachtlokalen, sagt Faßbender.

Ein Brennpunkt sei derzeit die Trierer Straße und Viktoriastraße. Dort wurde laut Faßbender an einem Tag mit elf abgetretenen Behältern ein trauriger Rekord erreicht. Auch die zerstörten Abfallbehälter an der Treppe zur Grülingsstraße scheinen auf das Konto von aggressiven Nachtschwärmern zu gehen. Denn sie liegen an der Route, die von einer Disko in der Trierer Straße zu einer Disko an der Saarlandhalle führt. Gegen den Vandalismus könne der ZKE nicht viel unternehmen, meint Faßbender: „Wir hoffen jedoch, dass durch eine konsequente Anzeige bei der Polizei und der Mithilfe wachsamer Bürgerinnen und Bürger die Anzahl der Beschädigungen zurückgehen wird.“ Das habe auch nach dem Zerstören von Mülltonnen im Sommer 2010 in der Bahnhofstraße funktioniert. Dank eines Aufrufs in der Saarbrücker Zeitung und wachsamer Anlieger, so Faßbender, habe die Polizei dort letztlich eine Gruppe auf frischer Tat ertappt. Danach sei es nur noch zu vereinzelten „Zwischenfällen“ gekommen.

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