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Vandalismus: Saarbrücker Mainzer Straße wird aktiv

Die Interessensgemeinschat Mainzerstraße führt für die Polizei Buch über die Zerstörungswut von Randalierern.

Die Interessensgemeinschat Mainzerstraße führt für die Polizei Buch über die Zerstörungswut von Randalierern.

St. Johann. In der Bismarkstraße wurde zum dritten Mal innerhalb von neun Monten der Außenspiegel eines Autos abgerissen. Vom Tresor-Café bis zum Friseur Henning wurden bei etwa zehn Fahrzeugen ein oder mehrere Reifen zerstochen. Vor dem Domicil Leidinger haben Unbekannte versuchte, mit Gewalt die großen Blumenkübel vor dem Restaurant aus der Verankerung zu reißen. „Dies gelang nur bedingt, aus Wut wurden die Gewächse samt Erde herausgerissen. Der Schaden liegt bei etwa 800 Euro“.

Ein Poesiealbum ist es nicht, in das Bewohner und Geschäftsleute aus dem Quartier Mainzer Straße schreiben, was in ihrem Viertel passiert. Vandalismus- Register nennt die Interessengemeinschaft Mainzer Straße die von ihr initiierte Sammelmappe. Dass die Initiative, die sich seit über einem Jahrzehnt für die Weiterentwicklung des Quartiers einsetzt, Buch führt über die weniger schönen Dinge, liegt daran, dass sie die schönen Seiten erhalten will. Den Bemühungen, die Straße attraktiver zu machen, stehen nämlich „Randalierer und Schmierer, sowie desinteressierte Bürger und gleichgültige Hausbesitzer entgegen“, sagt Wolfgang Graul von der Interessengemeinschaft. In einem ersten Schritt registrieren und sammeln die Aktivisten „Auffälligkeiten wie Graffiti, Schmierereien, Vandalismus, Verschmutzungen extremer Art, Sachbeschädigungen und so weiter – als Beleg für die Vandalismus-Intensität“, erklärt Graul. Dabei geht es nicht darum, einen Horror-Katalog zusammenzustellen. Es geht darum, „eine Diskussionsgrundlage für Gespräche mit der Landeshauptstadt, der Polizei und mit unseren Anliegern“ zu bekommen, erklärt Graul. Auf Grundlage der gesammelten Ereignisse will die Initiative dann zusammen mit Polizei, Stadtverwaltung und Hausbesitzern „Strategien zur Vermeidung“ von Vandalismus entwickeln. Wobei es nicht ausreiche, wenn Bewohner und Geschäftsleute ihre schlechten Erfahrungen an die Interessengemeinschaft weiterleiten.

„Ganz wichtig in diesem Zusammenhang: immer Anzeige erstatten! Dem liegt eine ganz einfache Formel zugrunde: Keine Anzeigen gleich kein Vandalismusschwerpunkt gleich keine Maßnahmen und Streifenfahrten der Polizei“. Im Klartext: Nur Vandalismus, der in Polizeiakten steht, wird als solcher zur Kenntnis genommen. Wenn die Polizei nichts wisse, dann sind das eingeschlagene Schaufenster, der aus dem Boden gerissene Gullydeckel, die zerstörten Abfallbehälter offiziell kein Problem.

:: www.quartier-mainzer-strasse.de

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