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Verdacht auf Brandstiftung: Schießstand brennt lichterloh

Symbolfoto

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45 Feuerwehrleute der Stadtfeuerwehr und den Vororten Mittelbach-Hengstbach und Wattweiler mussten in der Nacht zum Mittwoch zum ehemaligen Schießplatz auf dem Kugelfang ausrücken, um dort ein großes Schadensfeuer unter Kontrolle zu bringen. Ehemalige Mannschaftsunterkünfte im vorderen Bereich standen auf eine Länge von 20 Metern voll in Flammen. Ein Übergreifen des Feuers auf den verbleibenden Gebäudeteil von rund 15 Metern konnte verhindert werden. Der Forst nutzt diesen Bereich als Lagerraum.

„Es sprechen viele Anzeichen dafür, dass das Schadensfeuer bewusst gelegt wurde“, erklärt Stadtfeuerwehrinspekteur Harald Schmieg im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Natürlich verweist Schmieg noch auf die laufenden Ermittlungen der Polizei und will deren Erkenntnisse auf keinen Fall vorgreifen. Allerdings hätten die Feuerwehrleute aufgeschnittene Absperrungen festgestellt und eine Stromversorgung gibt es auf dem Schadensgelände, das noch in den frühen 70er Jahren als Schießplatz von der Bundeswehr genutzt worden war, gleichfalls nicht. „Ein Feuer durch Kurzschluss scheidet damit von vornherein aus“, stellt Harald Schmieg fest, der den Einsatz vor Ort selbst leitete.

Nach den Aufzeichnungen meldete die Polizei das Feuer direkt um 0.29 Uhr bei der Feuerwache. Schon wenige Minuten später brausten die ersten Einsatzfahrzeuge los. In diesem Augenblick allerdings noch mit der Vorgabe, die Gaststätte „Kugelfanghütte“ stehe in Flammen, wie zunächst bei der Polizei gemeldet worden war. Feuerwehrleute aus Mittelbach-Hengstbach, welche im Augenblick auch Dienst bei der Löscheinheit in Wattweiler verrichten, sorgten noch während der Ausrückphase für eine entsprechende Korrektur. Für Einsatzleiter Schmieg war der Brand bereits von seiner Wohnung aus in Ernstweiler auszumachen. Die Flammen seien in der Nacht weithin sichtbar gewesen. Beim Eintreffen am Brandort habe der vordere Gebäudetrakt bereits im Vollbrand gestanden. Harald Schmieg: „Mit einer Riegelstellung galt es nur noch ein Übergreifen des Feuers auf den rückwärtigen Gebäudeteil zu verhindern und das gelang uns recht schnell.“ Ein Bereich, der nach Aussage der Feuerwehr vom Staatsforst für die Unterbringung von Gerätschaften genutzt wurde. Zugeschnittenes Holz war gleichfalls gelagert. Baumaterialien im vorderen Abschnitt und Gerätschaften, wie etwa ein Betonmischer, wurden ein Raub der Flammen. Über eine Schadenshöhe konnte Stadtfeuerwehrinspekteur Schmieg keine Angaben machen. Das Löschwasser musste mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr zum Brandort gebracht werden. Ein Gewitter, Regen, starke Windböen, Hagelschauer und teilweise Schnee erschwerte die Löscharbeiten zusätzlich. Es war empfindlich kalt in der Einsatznacht. Erst gegen sechs Uhr in der Frühe rückten die letzten Helfer wieder in der Hauptwache ein.
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