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Verdi: Ganztägige Warnstreiks im Saarland möglich

Die Gewerkschaft Verdi will zu ganztägigen Warnstreiks im Saarland aufrufen, wenn es in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen am Donnerstag und Freitag nicht zu Ergebnissen kommt. Betroffen wären dann in der kommenden Woche Kitas, Krankenhäuser, Stadtwerke und Bundeswehr-Dienststellen, kündigte der designierte Verdi-Landesleiter Michael Blug an. Er drohte mit „massiven Auswirkungen“, unter anderem würden Mülltonnen nicht mehr geleert.

Heute wollen laut Blug rund 400 Bundeswehr-Beschäftigte des Heeresinstandsetzungswerkes und der Ausbildungswerkstatt in St. Wendel, des Munitionsdepots Eft-Hellendorf sowie des für das Saarland zuständigen Dienstleistungszentrums Zweibrücken (früher Standortverwaltung) für zwei Stunden die Arbeit niederlegen. In Kitas und Krankenhäusern sollen Bürger über mögliche Warnstreiks in der kommenden Woche informiert werden.Gestern protestierten Beschäftigte von Müllabfuhr und Stadtreinigung vor dem Betriebshof in Neunkirchen. Blug sagte, die Stimmung unter den Beschäftigten sei „aufgeheizter“ und „explosiver“, als er dies erwartet hätte. Eine wesentliche Rolle spiele dabei die Erhöhung der Abgeordneten-Diäten im Bundestag.

Die Gewerkschaften fordern eine Anhebung der Gehälter um 100 Euro sowie einen zusätzlichen Lohnzuwachs von 3,5 Prozent für die Angestellten des Bundes und der Kommunen. Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) Saar lehnt dies ab. „Angesichts der enormen Schulden der Kommunen im Saarland passt eine solche Forderung nicht ins Bild“, sagte KAV-Chef Hermann-Josef Schmidt. Für das Saarland bedeute das Mehrkosten von 72,4 Millionen Euro pro Jahr.
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