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Verein Tiere in Not Saar rettet 40 gequälte Hunde

Felix ist einer der Hunde, die dank dem  Verein Tiere in Not Saar aus desolaten Verhältnissen befreit wurden.

Felix ist einer der Hunde, die dank dem Verein Tiere in Not Saar aus desolaten Verhältnissen befreit wurden.

Regionalverband. Die Tierschützer waren entsetzt. Einigen standen Tränen in den Augen. Ulli Büch, Hundeexpertin vom Verein Tiere in Not Saar, erinnert sich: „Unendlich traurige und hilflose Geschöpfe schauten uns an. “ Kleine Hunde aus Frankreich, Ergebnisse einer Zucht, die zur Tierquälerei verkommen war. „Aber schnell war uns klar: Gott sei Dank, sie sind der Hölle entkommen.“

Verdreckte, dunkle Pferdebox

Ihre Hölle, das war eine verdreckte, dunkle Pferdebox auf einem Hof bei Verdun. „Was sind das für Menschen die Tiere unter so miserablen Verhältnissen halten?“, fragt sich Büch. Und fügt hinzu: „Das Veterinäramt hat die 40 Hunde beschlagnahmt. Sie gehören zur Moderasse Bichon Frisé, die in Frankreich und bei uns sehr beliebt ist.“ 15 kamen dank der Gemeinschaftsaktion in die Obhut von Tiere in Not Saar. „Unser Mitglied Monique Oster erfuhr per Mail von dem Fall und fragte mich: ,Können wir helfen?’“ Antwort: Ja. Seitdem haben die Hunde-Retter aus dem Großraum Saarbrücken alle Hände voll zu tun. „Bichons müssen ständig gebürstet werden, denn sie verlieren kein Fell. Ohne das Bürsten verfilzt es. Deswegen war bei einigen nicht mehr erkennbar, wo vorne und hinten ist. Einige konnten vor lauter Filz nicht einmal mehr laufen. Noch am selben Abend riefen wir unseren Tierarzt an.“ Er und sein Team bekamen viel Arbeit. Angefangen von der Schur, die nur unter leichter Narkose möglich war, übers Baden, Impfen und Chippen bis hin zu einer schlimmen Diagnose. „Eine Hündin musste wegen einer schweren Gebärmutterentzündung schnell operiert werden. Eine andere bekommt bald Babys.“

Viel Zeit, Geduld und Liebe

Nun sind die Bichons auf Pflegestellen verteilt. Ihr Weg in ein normales Hundeleben ist aber noch weit. Büch: „Sicher, sie bekommen jetzt jede erdenkliche Fürsorge. Trotzdem muss jeder wissen, dass diese Hunde noch viel Zeit, Geduld und Liebe brauchen.“ Cinderella zum Beispiel: „Sie sucht mich ständig, lässt sich aber nicht anfassen, weil sie noch immer panische Angst hat.“ Für Büch steht fest: Dieses Tierelend müsste nicht sein, wenn jeder Hunde-Interessent den Kauf ernst nimmt. „Informieren Sie sich eingehend, falls Sie einen Rassehund wollen, zum Beispiel beim Verband für das Deutsche Hundewesen. Dann schauen Sie sich genau an, wie es beim Züchter aussieht. Lassen Sie sich die Elterntiere zeigen. Außerdem gibt es viele arme Hunde in unserer Region, sei es in den Tierheimen oder bei uns und anderen Vereinen.“ Aber noch grassiere die Gleichgültigkeit, die Tiere zur Ware degradiert. „Das macht auch nicht vor reinrassigen Hunden wie einem Mini-Chihuahua halt. Er kostete 1500 Euro – und wurde doch einfach bei mir abgegeben.“ Weitere Informationen bei Ulli Büch unter Telefon (06898)41191.

:: tiere-in-not-saar.de vdh.de

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