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Verein will rot-rote Koalition im Saarland verhindern

Püttlingen. Die Wählerinitiative „Ich-lasse-mich-nicht-linken“, die zur Zeit mit einer Anzeigenkampagne gegen eine rot-rote Koalition im Saarland Werbung macht, hat sich gestern in Püttlingen der Öffentlichkeit vorgestellt. Ihnen gehe es darum, hessische Verhältnisse beziehungsweise die SED-Nachfolgepartei an der Saar zu verhindern, hieß es. Von den drei Vorstandsmitgliedern gehören die beiden Vorsitzenden, der Geschäftsführer Günter Klein und die Lehrerin Marianne Niederländer, der CDU an. Das dritte Vorstandsmitglied, Elke Fischer, die frühere Pressesprecherin von Villeroy & Boch, ist nach eigenen Angaben parteilos. Bisher habe der Verein rund 30.000 Euro an Spenden gesammelt, jeweils „von fünf bis ein paar hundert Euro“. Dabei handele es sich um knapp 130 Spenden, „vom Studenten über die Hausfrau bis zum Chefarzt“, wobei 98 Prozent der Spender aus dem Saarland kämen. Auf die Frage, warum der Düsseldorfer Geschäftsmann Wolfgang Bonenkamp für die Anzeigen im Saarland verantwortlich zeichne, antwortete Klein: „Der hat sich spontan dazu bereit erklärt. Wissen sie, man kennt sich.“

Die erste Staffel der Anzeigen gegen Rot-Rot sei mit den angegebenen 30.000 Euro finanziert. Eine zweite Staffel werde folgen, wenn man weitere Gelder einwerbe. Doch in dieser Hinsicht zeigte sich Klein zuversichtlich: „Es haben sich bereits einige angesagt zu spenden.“ Interessiert seien Leute unterschiedlicher politischer Richtungen, auch aus der SPD, wobei man aber nicht nach dem Parteibuch frage. Namen von Spendern wolle man nicht nennen. Klein: „Ich würde es nicht ratsam finden, dass andere sich mit ihrem Namen zur Verfügung stellen.“ Er selber habe nämlich wegen seines Engagements schon vier Schmähanrufe gekriegt; das wolle man anderen nicht zumuten. Unterdessen hat der Landesvorsitzende der Linken, Rolf Linsler, die Initiative „Ich-lasse-mich-nicht-linken“ als „Unternehmerkampagne“ bezeichnet. Die Linke trete für ein Verbot von Parteispenden durch Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Banken oder Versicherungen ein. Denn Hartz-IV-Empfänger, Rentner und Arbeitnehmer könnten keine Anzeigen finanzieren, so Linsler.
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