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Verhalten der Autofahrer vor Schule erschreckt Polizei

Bexbach. Sicher sieht anders aus: Was sich gestern in Sachen Verkehr an der Grundschule Bexbach entlang der Schillerstraße und des Eichendorffwegs präsentierte, fasste Polizeikommissar Uwe Grub, Verkehrssicherheitsberater der Jugendverkehrsschule Bexbach, so in Worte. „Die Situation heute Morgen war eine Katastrophe. Ich sage es so, wie es ist: Man bringt Kinder einfach in Gefahr.“

Was Uwe Grub so erzürnte? Die Verkehrslage rund um das Bringen und Abholen von Kindern an der Grundschule Bexbach – seit langem ein echtes Problem. Gestern sollten deswegen mit einem besonderen Aktionstag unter dem Motto „Parke nicht auf unseren Wegen“ Autofahrer, darunter viele Eltern, auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht werden.

Kinder der Grundschule verteilten Infozettel an die „Sünder“, unterstützt von Uwe Grub, dessen Kollegen Michael Schneider, Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis, Schulleiterin Kornelia Sieber, Lehrern der Grundschule und Mitarbeitern der Ordnungsamtes der Stadt.

Zu tun bekamen die großen und kleinen Mahner für ein verantwortungsbewusstes Miteinander im Straßenverkehr genug. Park- und Halteverbote schienen nicht zu zählen, Schulkinder wurden in Richtung Straßenseite aus dem Auto gelassen, zwischen parkenden Autos wurde wild rangiert. Mittendrin: Schulkinder auf dem Weg zum Unterricht.
Das Problem ist seit langem existent, der Kampf gegen das Unverständnis von so manchen motorisierten Mamas und Papas ist aber augenscheinlich eine Sisyphos-Arbeit: Große Anstrengungen, keine Wirkung. „Ich würde mir natürlich sehr wünschen, dass diese Aktion große Nachhaltigkeit zeigen möge. Aber die Hoffnung habe ich leider nicht, das muss ich ganz ehrlich sagen“, so Michael Schneiders ernüchternde Einschätzung. „Ich habe als Kontaktpolizist schon öfter hier gestanden und mit den Autofahrern gesprochen. In diesen Momenten ist dann die Einsicht da. Die hält aber nicht länger als einen Tag.“

Rainer Ruffing, Bexbachs zuständiger erster Beigeordneter, machte mit Blick auf die geringe Wirkung von Info-Aktionen in der Vergangenheit deutlich, dass es die Stadt nicht bei Worten belassen wird. „Wir werden uns zuerst freundlich mahnend verhalten. Es kommt dann aber auch der Zeitpunkt, an dem wir unangekündigt Verwarnungen aussprechen werden.“

Die Formel also lautet: Erst Prävention, dann eine „verschärfte Gangart“, so der zuständige Fachbereichsleiter für Sicherheit und Ordnung, Jürgen Becker. Becker ordnete die Verkehrssituation rund um die Grundschule ähnlich ein wie Polizeikommissar Uwe Grub: „Das ist wirklich sehr bedenklich. Wir waren am Montag schon mal hier und haben chaotische Zustände wahrnehmen müssen.“ So sei die gemeinsame Aktion von Schulleitung, Stadt und Polizei schlichtweg notwendig „um die Autofahrer zu sensibilisieren.“

Sollte die Informationskampagne erneut keine lang anhaltende Wirkung zeigen, wird es Verwarnungen geben. Dass das durchaus Eltern gegen die Stadt aufbringen könnte, das ist auch Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis klar. Doch er macht deutlich: „Wir werden da nicht kneifen.“
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